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Weinstraßenmarathon

[eingestellt am 20. Februar 2009]

Von: Gabi Gründling

Markus Guthmann

Staatsanwalt Benedikt Röder läuft mit seinem alten Freund, Edelwinzer Achim Hellinger, beim Weinstraßenmarathon mit, in Dackenheim, auf Höhe des legendären Rieslingschwamms, bricht quasi vor ihren Augen ein auch ihnen gut bekannter Historiker zusammen und stirbt wenig später im Krankenhaus eines unnatürlichen Todes. Das ist allerdings auch schon alles, was das Buch mit dem Weinstraßenmarathon zu tun hat. Ein wenig werden noch der Zielbereich und die Siegerehrung mit ins Geschehen aufgenommen, haben aber keinerlei Auswirkungen auf die Lösung des Falls.

 

Da Röder Staatsanwalt in Frankenthal und in Bad Dürkheim ansässig ist, dreht sich die Handlung fast vollständig um diverse Orte und Örtchen in diesem Teil der Vorderpfalz. Wie alle “Heimatkrimis” lebt auch dieser überwiegend von der Ortskenntnis seiner Leserschaft. Weil’s einfach Spaß macht, immer genau zu wissen, wie es gerade aussieht, wo Röder sich rumtreibt.

 

Auch ohne direkt an dem Fall beteiligt zu sein, mischt er sich unkonventionell ein, sieht sich selbst als Sherlock Holmes. Ein bißchen hat vielleicht auch Schimanski bei der Erfindung der Figur Röder Pate gestanden – auch wenn jener keine 5-köpfige Familie zuhause sitzen hat.

 

Die Handlung selbst ist nicht sonderlich gehaltvoll, man hat sich schnell vom Anfang bis ans Ende durchgelesen, braucht kaum länger als für einen Marathon. Manchmal wundert man sich, zum Beispiel darüber, daß ein Staatsanwalt einfach mal so 4 Tage mit einem Kumpel nach München fahren kann, ohne Urlaub einzureichen o.ä. Aber alles in allem fühlte ich mich am Ende gut unterhalten. Entgegen des Titels ist es kein Laufkrimi sondern ein Krimi, in dem auch das Laufen eine kleine Nebenrolle spielt.

 

 

Weinstraßenmarathon

Emons-Verlag

www.emons-verlag.de

ISBN 978-3-89705-555-1

9,90 €

 


Bienwald Marathon Kandel