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Der Lauf des Todes - Klaus Eckhardt

[eingestellt am 10. März 2011]

Von: Gerd Fischer

Ein Oberschwaben-Krimi

Der „Lauf des Todes“ kommt etwas schwer in die Gänge, die Geschichte beginnt zäh, nimmt dann nach und nach Tempo auf und steuert – nach zwischenzeitlichen Erholungspausen – im Endspurt auf ein leider etwas vorhersehbares Finale hin. 

Eckhardt, selbst passionierter Läufer, der gerne im oberschwäbischen Land seine Runden absolviert, ist ein klassischer Erzähler. Der Lokalkrimi bietet daher Einblick in das Leben und Arbeiten der Region Oberschwaben. Er beleuchtet auch historische Gegebenheiten und regionale Eigenheiten. Eckhardt schildert akribisch seine Hauptperson Max von Steyn, Journalist und Hobbydetektiv mit Spürsinn. Und nicht eben zufällig auch Hobbyläufer. 

Und da beginnt auch die eigentliche Geschichte. Er wird beauftragt, einen anderen Läufer, Siegfried Berger, der Geschäftsführer der Biotech-Firma „Berger Pharmaceuticals“ ist, zu finden. Dieser ist nämlich seit einem Chemie-Kongress in Salzburg verschwunden.

Anhand von aufgezeichneten Laufdaten findet von Steyn heraus, dass Berger seine 10 km-Zeit um 17 Minuten innerhalb eines Jahres verbessert hat, ohne den Trainingsumfang zu erhöhen. Von Steyn vermutet Doping, fragt sich aber warum? Zudem deckt er gentechnische Versuche in der Firma auf, stößt auf Gegenspieler innerhalb der Firma und begibt sich auf die Suche nach dem Zusammenhang. Nach etlichen Verwicklungen beantwortet der Krimi diese Fragen zum Schluss. 

Fazit: Der Titel ist spektakulär, was der Inhalt über weite Strecken nicht halten kann. Manche Figuren sind etwas arg stereotyp gezeichnet (z.B. naiver Polizist, nimmersatte Assistentin, abgebrühter Schönheitschirurg, nichtsahnende Ehefrau etc.) Für einen wirklichen Laufkrimi fehlt echte, authentische Laufatmosphäre. 

Und noch ein kleines Zitat vom Buchrücken: „Ein atemloser und prickelnder Krimi im sonst so lieblichen Oberschwaben.“ Da musste ich wirklich lächeln. Atemlos ist an dem Krimi gar nichts und prickelnd nur der Champagner, der des Öfteren fließt. 

  • 208 Seiten
  • kartoniert
  • € 9,90
  • ISBN 978-3-87407-987-7.
  • Silberburg-Verlag

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