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Bog, Susanne

[eingestellt am 18. Mai 2010]

Von: Gabi Gründling

Susanne Bog im April 2010

Der Raum Bad Dürkheim ist um eine schnelle Straßenläuferin reicher: Susanne Bog, bis 2008 unter ihrem Mädchennamen Brema in der Laufszene bekannt. Die 39jährige promovierte Tierärztin ist, aus Berlin kommend, mit einem dreijährigen Umweg über Karlsruhe erst in Ludwigshafen gelandet, seit Herbst 2009 wohnt sie mit ihrem Mann Peter, den sie 2007 beim Mannheim-Marathon kennenlernte, in Bad Dürkheim..Beim Marathon Deutsche Weinstraße wurde sie am 18. April Vierte und war damit schnellste Läuferin des Landkreises. 

Fragt man Susanne Bog, wie viel sie dafür in der Woche trainiert, lautet die kurze Antwort: “Weiß ich gar nicht genau”. 1999/2000 fing sie mit dem Leistungssport bei ihrem Heimatverein NSF Berlin an, trainierte während des Studiums hart nach Trainingsplänen, ging für Meisterschaftsrennen auch regelmäßig auf die Bahn. Jetzt hat sie sich frei gemacht von jeglichem Leistungsdruck, läuft “nur noch zum Spaß, aber dennoch ambitioniert”. Seit sie an der Uni in Heidelberg als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt ist, kommt sie nicht mehr dazu, frühmorgens zu trainieren. Manchmal fährt sie von Heidelberg zur BASF und läuft dann mit ihrem Mann, der auch ihr Trainingspartner ist, die 23 km von Ludiwgshafen nach Hause. Auf drei bis maximal vier Laufeinheiten kommt sie zur Zeit pro Woche. Trainingsplan oder Lauftagebuch sind ihr fremd. 

Zum Ausgleich steigt sie am Wochenende gerne aufs Rennrad oder Mountainbike, skatet oder geht wandern – Bewegung wird ganz groß geschrieben im Hause Bog. Und wenn sie dabei ihre neue Heimat erkunden kann, gefällt ihr das umso besser. Mit dem Rad auf die Kalmit, das macht Spaß und bringt ihr die Pfalz näher. Die überzeugte Wahlpfälzerin will hier nicht mehr weg – “auch wenn ich die deftige Pfälzer Küche noch immer gewöhnungsbedürftig finde” lacht sie. 

Zu ihrem “Sport nach Lust und Laune”-Prinzip passt auch ihre Unlust, sich nochmal einem Verein anzuschließen. Vor dem 18. April war sie sogar der Meinung, inzwischen völlig von der Wettkampflust verlassen zu sein. Nachdem sie die 42 km von und bis Bockenheim aber gut und ohne Nachwirkungen überstanden hat, hat sie sich spontan gleich am nächsten Tag für den Mannheim-Marathon am 15. Mai angemeldet. Ob der Stachel wieder sitzt, muß die Zukunft weisen. Eins wird aber sicher nicht wieder passieren, sagt sie: “dass ich jedes Wochenende irgendwo Wettkampf laufe.” Ein “großes Comeback” hat sie definitiv ausgeschlossen. 

Aus ihren besten Trainingsjahren bringt sie eine Marathonbestzeit von 2:47 Stunden mit für Mannheim liebäugelt sie mit der 3 Stunden-Grenze

(Portrait für die Rheinpfalz Ende April 2010)

Beim Mannheim-Marathon 2010 konnte Susanne sich dann auf den letzten Kilometern gegen Eve Rauschenberg durchsetzen und den Marathon nach 2008 zum zweiten Mal gewinnen.

 


11. Bottwartal Marathon