The Royal Klapprad Cup 2011
Fotos: Helena Bölts, Gudrun Stucky
I bicycle the Kalmit high
(Elke Bölts schaut und klappt über den Lauf-Tellerrand)
Maikammer/Kalmit, Samstag den 03. September 2011 - In England war gestern wahrscheinlich nothing loose und viele Schlösser samt ihren prächtigen Parks, standen wohl leer. Denn die Roylas und alles was Rang und Namen und ein Klapprad hatte, machten sich an diesem schönen und heißen Spätsommertag auf in das kleine aber feine Weinstädtchen Maikammer an der südlichen Weinstraße.
Green Elizabeth, Clappmilla, Prinz Schorles, Donna the second Princess of the Liver Worst, her royal heiness of Gimmelthinks, oder Guddi dutchess of ravehole in Heltersberg, sie alle hatten an diesem Tage nur eines im Sinn. They all want to bicycle the Kalmit high.
Seit ungefähr 20 Jahren, gibt es nun schon das Klappradrennen. Angefangen hat alles ganz harmlos. Der heutige erste Vorsitzende Peter Zürker fuhr regelmäßig einmal im Jahr zusammen mit einer Handvoll Freunde mit dem Klapprad die Kalmit hoch. Einfach nur so zum Spaß. „Und irgendwann“, so erzählte er mir, während wir uns bei heißem weather den hill hinaufquälten, „fuhren immer mehr mit. Und aus ein paar Klappradbegeisterten und einer einfachen Ausfahrt wurde bis zum heutigen Tage ein richtig tolles Event mit 308 Klappi-Teilnehmern." Und wer einmal dabei war, kann gut nachvollziehen, warum die Begeisterung so groß ist. Denn das Flair und die Stimmung ist einfach königlich. Nicht nur am gestrigen Tage.
Lustig, ging es schon beim Abholen der Startnummern auf dem kleinen Parkplatz /Alsterweiler vor Maikammer zu. Ein tolles, buntes Programm erwartete die illustre Folding Biker Gemeinde. Das diesjährige Motto der Veranstaltung lautete „The Royal-Klapp“ und gebührend dem Motto wurde die komplette Veranstaltung in englischer Sprache durchgeführt.
Um 12 Uhr bat die Queen schließlich majestätisch auf dem roten Teppich zur Audienz und alle Klappis bekamen ein Royales Foto gemacht und Queen Elizabeth erteilte den Royal-Popo-Klapp höchstpersönlich.
Es wurde darauf aufmerksam gemacht, dass alle Starter auf den Linksverkehr achten müssen und das Linksträger unter den männlichen Startern bevorzugt werden. Und außerdem, ganz klar, waren nur Klappräder ohne Gangschaltung und Duomatic erlaubt. Trotzdem konnte man manch aufgetuntes Edelteil erspähen und bewundern. Aber „everybody must over climp his inner pig dog” und jeder musste sich trotzdem quälen, erst recht bei diesen Temperaturen.
Unpünktlich um 15 Uhr, ging es schließlich los und die 612 „royal shaved legs“, traten kräftig in ihre Pedale.
So mancher Läufer war ebenfalls am Start auszumachen und wer bislang die Strecke zur Kalmit hoch nur laufend in Erinnerung hatte, hatte dieses Mal the Chance, sie von einer anderen Seite kennen zulernen.
Die uphill Strecke war etwas kürzer als beim Kalmitberglauf, da der Start nicht in Maikammer direkt erfolgte. Dafür hatte man sich aber in diesem Jahr dazu entschlossen, genau wie beim Berglauf, bis ganz nach oben auf den Gipfel zu fahren. In den Jahren zuvor war das Ziel immer unten auf dem Parkplatz. Doch Peter Zürker, war im letzten Jahr als Zuschauer beim Kalmitberglauf an der Strecke und dabei hat er kurzerhand zusammen mit seinem Team beschlossen, dass es in diesem Jahr ganz nach oben, on the top of the mountain gehen soll.
Viele Zuschauer säumten unterwegs die Straße und feierten die royal Klappis an. Mit dem Klappradtandem, oder seine Prinzessin hinter sich herziehend, strampelten sie alle dem Gipfel entgegen und auch -the FROG- der noch auf den royal Kiss waited, quakte sich mit Schwimmflossen, die 4,35 Meilen und 1551 Höhe-feet nach oben. Ein Queen Taxi brauste ebenfalls durch die Kurven dem Ziel entgegen und auch die Hochzeitskutsche von Willi und Kate kam herrschaftlich unter dem Applaus der Zuschauer rechtzeitig zur Tea Time im Ziel an. Just arrived, gab´s auch schon einen Schluck Whisky und alle Strapazen des Tages waren sogleich hinuntergespült und vergessen.
Die Zeiten und Platzierungen sind bei dieser Veranstaltung eigentlich eher zweitrangig. Obwohl es natürlich auch eine Siegerehrung oben an der Kalmit-Hütte gab. Der Schnellste war übrigens „my dear Linksabbieger“ Christoph Fuhrbach, in 19:02 Minuten, der in der Läuferszene auch kein Unbekannter ist. Und natürlich gab es auch noch ein paar mehr ambitionierte Fahrer, doch die Mehrheit von den letztendlich 300 Royals, die den Kalmithill erbicycelt hatten, genossen einfach nur den Spaß, vor - während und nach dem „Rennen“.
In diesem Sinne…see you next year and god s(h)ave the queen!

