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5. Dreikönigslauf in Grafenau

[eingestellt am 09. Januar 2012]

Von: Jochen Höschele

Fotos: Nicole Benning

Schnee gab es dieses Jahr ausnahmsweise fast keinen

Die späteren Podestplätze: Erik Franz (1048), Max Dapp (1320) und Andrej Heilig (1071)

Kurz nach dem Start …

… droht schon die erste Steigung

Und immer weiter bergauf

Dieses Mal war’s in Grafenau nur leicht überzuckert

Und teilweise ganz schön matschig

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Jannic Wälde gewinnt den Jedermannlauf mit klarem Vorsprung

Bernhard Doll wird Zweiter bei den Jedermännern

Anika Wälde macht es ihrem Bruder nach und gewinnt die Frauenwertung der Jedermänner

Tom Scholle ist 8 Jahre alt und läuft wie ein Großer

Spaßbetontes Laufen

Anfeuern

Eine der zahlreichen Haarnadelkurven

Mia Scholle

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Der Sieger Erik Franz (1048) und sein Verfolger Max Dapp

Andrej Heilig kam nicht mehr ran und wird Dritter

Für Thomas Göpfert springt der undankbare vierte Platz heraus

Michael Sommer läuft auf Ran 7

Heike Volkert gewinnt klar das Frauenrennen

Platz 2 für Franziska Mast

Vierte bei den Frauen wird Martina Kugele

Der gefürchtete Anstieg bei km 6 ist vorbei

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Annette Mack (in schwarz) gewinnt die AK W45

Wegweiser

Eugen Maier (1330), dritter M60

Birgit Burrer beginnt die neue Altersklasse mit einem Sieg (1. W50)

Nach den vielen Anstiegen geht es schön bergab

Und dann in einer welligen Geraden dem Ziel entgegen

Luca Schmid (1213) gewinnt die M19

Welliges Auf und Ab bis ins Ziel

Gudrun Vogl läuft wie fast immer aufs Podest und siegt in der W60

Heilig nur dritter König in Grafenau

Grafenau, 6. Januar 2012 - Als ihn Moderator Axel Stahl kurz vor dem Start befragte, war Andrej Heilig noch guter Dinge: "Ich würde natürlich gerne gewinnen, aber es gibt schon so einige, die mir schon das Leben schwer machen werden", so der für das Stahl Sport Shop Team laufende Karlsruher. Heilig sollte recht behalten - Vereinskollege Erik Franz und Max Dapp (SV Ohmenhausen), beide M20er, verwiesen den M35er Heilig auf den Bronzerang. Immerhin tröstlich für ihn, dass er nach seinem Sieg im Vorjahr und Platz 2 2010 nun auch den ihm fehlenden Podestplatz belegt hatte. Rundum zufrieden war natürlich der Sieger, Erik Franz, der sich knapp, aber mit 20 Sekunden Vorsprung doch deutlich vor Max Dapp durchsetzen konnte. Nach 35:30 min war Franz wieder zurück an der Grafenauer Wiesengrundhalle, die nunmehr im fünften Jahr als Wettkampfzentrum dient. „Nach dem Berg bei km 6 dachte ich, meine Beine sterben, so kaputt war ich da schon“, so der Sieger, der sicherlich den meisten Teilnehmern aus dem Herzen sprach. Hinter dem Erstplatzierten durfte Max Dapp (35:50 min) kurz vor Andrej Heilig (36:13 min) wahlweise zu Tee, Bouillon oder Bananen- oder Orangenstücken greifen, die im Ziel unter einem offenen Zeltdach gereicht wurden.

Im Vergleich zu den Vorjahren, als die Laufstrecke manchmal eher einer Skipiste glich, fand man dieses Jahr beinahe traumhafte Bedingungen vor. Schnee- und eisfreie Strecke, Temperaturen von etwa drei Grad plus, da war der Wind sogar erträglich, zumal der im Wald nicht sonderlich auffiel. Dass die Strecke sehr selektiv und mit 170 Höhenmetern auf 10,13 km auch im nur leicht matschigen Zustand als anspruchsvoll bezeichnet werden kann, sei's drum - die Wiederholungstäter wussten, worauf sie sich einließen und alle anderen wissen es jetzt auch.

Bei den Damen galt Heike Volkert von der LAV Tübingen als große Favoritin, hatte sie doch im vergangenen Jahr unter anderem den Stuttgart-Lauf für sich entscheiden können. Sie setzte sich auch recht bald an die Spitze des Frauenfeldes und lief in 41:19 min als Gesamt-38. einen ungefährdeten Sieg heraus. Freudestrahlend und überglücklich über ihren Sieg ("Erster Start, erster Sieg im neuen Jahr") war sie vor allen Dingen, weil sie überhaupt nicht wusste, ob ihr noch Gefahr "von hinten" drohte, bis sie ein Mitläufer 100 Meter vor dem Ziel darüber aufklärte, dass sie niemanden zu fürchten hatte. „Mir hat es in Grafenau sehr gut gefallen, es ist toll, wenn Ortschaften so schöne Laufstrecken haben. Ganz ähnlich wie bei uns in Filderstadt mit dem Schönbuch. Die Zeit hier ist natürlich nicht mit einem flachen 10er zu vergleichen.“ Ihre kurzfristigen Pläne für den Winter sehen vor, die Winterlaufserie mit den Läufen in Sindelfingen und Magstadt abzuschließen, um dann in Freiburg am 1. April den Halbmarathon zu bestreiten. So gut in Form, wie sich Volkert an Dreikönig präsentierte, wird an der Dreisam einiges von ihr zu erwarten sein. Seit kurzem ist sie bei der LAV Tübingen beheimatet, was der Filderstädter Lehrerin sicherlich in Sachen Training noch einmal einen Schub geben dürfte.

Hinter ihr waren die Rollen auch relativ klar verteilt: Franziska Mast (Stahl Sport Shop Team) kam in 42:30 min als Zweite bei Axel Stahl am Mikro vorbei, Grit Schaller (Team AR Sport Asperg) folgte in 43:12 min als Siegerin der W40.
In Sachen Gesamtwertung der Winterlaufserie ist natürlich noch keine Vorentscheidung gefallen, allerdings sind die Sieger des X-Cross-Run in Magstadt, Andrej Heilig und Franziska Mast, weiterhin ausgezeichnet im Rennen. Da nach Platzziffern gewertet wird, sind sie diejenigen, die es zu schlagen gilt - Spannung ist also garantiert bei den noch ausstehenden Läufen rund um den Sindelfinger Glaspalast am 12. Februar und in Magstadt am 18. März.

Neben dem Haupt- gab es auch noch einen Jedermannlauf, der leider nur wenig Resonanz fand: 365 Teilnehmern des Hauptlaufes standen magere 25 im Jedermannlauf gegenüber, der von Anika und Jannic Wälde dominiert wurde. Der Sieg blieb also gänzlich in der Familie Wälde, Jannic benötigte für die 5,8 km lange, schwierige Strecke 23:42 min. Anika blieb als einzige Teilnehmerin unter 30 Minuten (29:51 min) und kam als Gesamtdritte wieder an der Wiesengrundhalle an. Die jüngste Teilnehmerin, Mia Scholle (Jahrgang 2006), legte die Distanz immerhin noch in 50:13 min zurück, wobei die Frage erlaubt sein muss, ob eine knapp Sechsjährige nicht bei den ebenfalls angebotenen Schülerläufen wesentlich besser aufgehoben gewesen wäre. Kinder sind eher Sprinter als Ausdauersportler, und nicht umsonst werden, wie in Grafenau auch, Wettbewerbe kürzerer Strecken speziell für sie angeboten.

21 Schülerinnen und 22 Schüler stellten sich der Herausforderung und legten, ihrem Alter entsprechend, unterschiedlich lange Strecken zurück. Bei den Schülerinnen A+B, die jeweils 1800 m zurückzulegen hatten, siegten Henriette Schell (8:03 min) und Jana Albrecht (7:56 min); bei den Schülern hatten Matthias Schell, Henriettes Bruder, (6:28 min) und Julian Schmid (7:40 min) den längsten Atem. Bei den Schülerinnen C+D, deren Streckenlänge 900m betrug, lief Lenka Enya Faber (3:42 min) am schnellsten, Pia Schenk gewann ihre Altersklasse in 4:16 min. Die schnellsten bei den Schülern C+D waren Lukas Beckbissinger (3:33 min) und Patrick Günther (3:23 min). Zahlreiche Bambini wagten sich an die 300 m lange Strecke für die Kleinsten.

Herausragend in den Altersklassen wieder einmal Cornelia Jahnke (W55, 45:38 min) und Gudrun Vogl (W60; 48:58 min) sowie Wilhelm Gubitzer (M60; 43:02 min). Insgesamt konnte Axel Stahl wieder einen leichten Teilnehmerzuwachs verzeichnen, an der 400er-Marke beim Hauptlauf schrammte man aber knapp vorbei.

Verdient hätten sie es allemal, die Grafenauer, denn die vom LOS-Lauftreff (das steht für „Laufen ohne Stress“) des TSV Grafenau mit seinen gerade einmal 18 Mitgliedern hervorragend organisierte Veranstaltung gibt keinen Anlass zur Kritik. Im Gegenteil - für die allzu erhitzten Teilnehmer wartete sogar eine erfrischend-kalte Dusche, mittels derer man sich wieder auf Normaltemperatur bringen konnte.

In der Riege der Dreikönigsläufe spielt Grafenau also wie gehabt eine gute Rolle, ein Besuch in der Gemeinde zwischen Weil der Stadt und Sindelfingen lohnt sich allemal.

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.winterlaufserie-bb.de


18. Ludwigshafener Stadtlauf