DUV - Deutsche Ultramarathon Vereinigung
10. Bad Waldseer Lauffieber

1. Stundenlaufserie Rockenhausen

[eingestellt am 14. Juli 2011]

Von: Gabi Gründling

warmlaufen auf dem Tartanoval

idyllisch gelegenes Sportgelände

letzte Einweisung vom Chef

und los geht’s

Oswald Renz geht mit Startnummer 73 direkt in Führung

Nach dem Rennen dürfen auch die Maloschen Hunde mal eine Runde raus

Klaus Hein (links) und Karl-Heinz Klos fachsimpeln

Tagessieger Bertram Wagenblatt und Oswald Renz

Stillleben mit Startnummer

Die Auswertung ist eine kurze Angelegenheit

Verpflegungsstelle

Teilnehmermedaille

Florian und Philipp Mauss, daneben Einzelstarter Julian Merkel

Mekka liegt im Norden

Rockenhausen im Sommer 2011 – Die Nordpfalz wird, wenn Stefan Hinze so weitermacht, noch zum Läufermekka. Seit 2010 gibt es dort den Rockie Mountain Lauf hinauf auf den Donnersberg, 2010 richtete die Deutsche Ultramarathonvereinigung, deren Präsident Hinze ist, in Rockenhausen die Deutsche Meisterschaft im 24 Stundenlauf aus. Und 2011 kam Hinze auf die Idee, eine Stundenlaufserie auf dem Sportgelände des FV Rockenhausen zu installieren. Acht Wochen hintereinander drehte sich alles um das und im Stadion in der Nähe der Donnersberghalle.  

Begonnen hat das “Spektakel” am 01. Juni um 18 Uhr mit vier Paaren und zwei Einzelläufern. Sechs Wochen später waren zehn Einzelläufer und neun Paare auf der Tartanbahn und das bei strömendem Regen. Eine Woche zuvor lag die Rekordbeteiligung bei insgesamt 33 LäuferInnen.  

Das Laufprinzip ist ganz einfach: exakt 60 Minuten lang kreist man auf der 400 m-Tartanrunde. Je nachdem, was man will, als Paar oder auch einzeln. Der Paarlauf hat einen guten Trainingseffekt und setzt die richtigen Reize zur Steigerung der Grundschnelligkeit. Gelaufen wird abwechselnd. Immer 400 m “was geht”, dann kommt der Puls runter, während der Partner läuft und wenn der seine 400 m absolviert hat, beginnt das Spiel von vorne. Nach einer Stunde ertönt das Schlußsignal und mit einem geeichten Messrad werden dann auch noch die Restmeter vermessen.  

Einzelläufer verfolgen verschiedene Strategien. So gibt es solche, die noch nie in ihrem Leben eine Stunde gelaufen sind und hier mal testen wollen und können, wie weit sie kommen. Dann gibt es die, die eh regelmäßig laufen und einfach mal in Gesellschaft ein Stündchen auf einer genau vermessenen Strecke gucken wollen, was sie so schaffen oder einfach nur kontrollieren wollen, wie regelmäig sie ihre Splits hinbekommen. Und es gibt auch Läufer, die abwechselnd schnell und langsam laufen und so ihr eigenes Tempotraining in die kleine aber feine Veranstaltung einbetten. 

Mit zwei Euro Startgeld ist jeder dabei. Dafür gibt es Wasser und Apfelschorle aus dem Einkaufskorb und eine Teilnehmermedaille. Nicht bei jedem Start, aber immer beim ersten. Wer in die Serienwertung kommen möchte, muß mindestens vier Mal gestartet sein. Aber auch Starter, die das Serienminimum nicht schaffen, sind immer herzlich willkommen. 

Der Altersunterschied zwischen den jüngsten und ältesten Läufern ist groß. Mit Tim und Marcel Denzer starten zwei Knirpse der Jahrgänge 2005 und 2003 in der Paarwertung “Männer”. Karl-Heinz Klos (LC Donnersberg) ist mit 59 Jahren der Senior des bunten Haufens.  

Der Seriensieg ist Fabian Lutz und Felix Rahm, zwei schnellen Youngstern des LC Donnersberg nicht mehr zu nehmen. Die beiden, 19 und 17 Jahre jung, schaffen regelmäßig mehr als 18 km in einer Stunde.  

In Abwesenheit des Donnersberger Duos siegten am 13. Juli Bertram Wagenblatt und Oswald Renz (TSV 05 Roth) mit 17,947 km. Sie lieferten sich einen harten und spannenden Kampf mit Stefan Hinze und Peter Gründling (LG DUV). Hinze wollte wenigstens ein Mal selbst mitlaufen und brachte seinen Laufpartner in “Bedrängnis”, weil er seine Runden im Schnitt in 1:11 min absolvierte und die Verschnaufpause für Gründling nicht reichte, um den Puls richtig nach unten zu bringen. 598 m lagen die beiden am Ende hinter dem Roter Duo. 

Elke Bernsdorf und Esther Miess sind als Damenpaar für die TSG Eisenberg am Start. Die beiden sind sonst so gut wie gar nicht auf den kürzeren Wettkampfstrecken anzutreffen. Glücklich und zufrieden genossen sie nach mehr als 28 Runden die heiße Dusche und ein alkoholfreies Weizen zur Belohnung. Beate Kreis und Christa Kiefer (VT Rockenhausen), die ihnen vor Wochenfrist noch zwei Runden abnehmen konnten, hatten mit 219 m Rückstand diese Woche das Nachsehen. 

Ebenfalls vom LC Donnersberg kam das siegreiche Mixed-Paar. Werner Hollstein und seine Freundin Sylvia Schechter packten 37 Runden und lagen damit in der Gesamtwertung auf Platz 3 und vor dem besten Einzelläufer. Rainer Tuma-Reuter vom PSV Pirmasens hatte einen hauchdünnen Vorsprung von 79 m vor Stefan Malo (LC Donnersberg). 

Malo hatte die Serie Anfang Juni alleine begonnen und war dann mit seiner Frau Marion auf die Mixed-Wertung umgeschwenkt. Durch seine Verletzung mußte Marion alleine weitermachen und obwohl hier Mann wieder hergestellt ist, bringt sie die letzten Läufe nun auch alleine zuende, damit sie ihre vier Starts für die Serienwertung zusammen bekommt.  

Bemerkenswert auch der dritte Einzelrang von Julian Merkel von der LG Rockenhausen-Wartenberg. Der 16jährige lief lange Zeit mit Stefan Malo, bevor er abreißenund sich noch 224 m abnehmen lassen mußte. Dennoch schaffte er 14,240 km.

Zweite in der Tages-Mixedwertung waren mit Max Rahm und Annika Lutz die jüngeren Geschwister von Felix und Fabian. Annika ist Jahrgang 1998, Max 1997. Ihre 12,464 km können sich auch sehen lassen.

Am 20. Juli geht die diesjährige Stundenlaufserie in Rockenhausen zuende. Veranstalter Stefan Hinze macht sie aber so viel Spaß, daß er gerne im nächsten Jahr weitermachen würde. Vielleicht ja dann ein Stündchen später, um noch mehr Berufstätige aufs Stadionrund zu locken?! 

Ergebnisse aller Termine, teilweise mit Fotos, unter www.lg-duv.de

 


Bottwartal-Marathon