DUV - Deutsche Ultramarathon Vereinigung
10. Bad Waldseer Lauffieber

10. Heiligabendlauf am Bärenfelsen

[eingestellt am 25. Dezember 2011]

Von: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling

Vorlaufgeplänkel im Tunnel

Wann hat man schon mal eine solch leere Autobahn?

1. M55 Norbert Kauer

1. M45 Wolfgang Hauch

Christoph Randt an der Labestelle im Wald

3. M55 Rudolf Riedel

2. M50 Guido Jörg

Schnell vorbei

Dritte Frau Annette Johann (1. W50) mit Hans Gaab

4. Und 3. M320 Martin Hoffmann und Cecil Mettel

Christel Kunz Ton in Ton mit dem Matsch

Die Sonne zeigt sich zaghaft

3. M45 Ricardo Ulana

Dieter Ehrenberger während seines 50. Marathons in diesem Jahr

Aus Frankreich angereist: Nadine Weiss

Manfred Schütters aus Essen – die Handschuhe fast so groß wie der ganze Kerl

White Christmas wenigstens beim Outfit: Kerstin Forster, 2. W45

3. M60 Dietrich Eberle mit Nikoläusin Angela Ngamkam

Ein bißchen Schnee war doch noch zu sehen

2. M65 Werner Mootz

Dritter Petru Muntenasu (in rot) und Aussteiger Christian Zimmer haben Spaß

Uwe Schmitt-Hagemann voll ausgerüstet

3. M35 Günter Kowatsch

3. M55 Rainer Leyendecker, Stammgast am Bärenfelsen

2. M20 Michael Müller

Zweite Ursula Schürle

Stetig bergauf

Von der Artillerieschule an den Bärenfelsen: Martin Gerster

Sieger 8,5 km Sammy Schu

Zweiter 8,5 km Marco Sahm

Dritter 8,5 km Thomas Uelbel überholt gerade Marathonläufer René Wallesch

1. M40 8,5 km Günter Wachs

2. M40 8,5 km Karl-Peter Böshar

Mirko Dreiser hat sein eigenes Running Team

3. M40 8,5 km Stefan Grund

1. M50 8,5 km Walter Paulus (455)

Läufer wie an der Perlenkette

1. M45 8,5 km Bernd Kalt

2, M20 8,5 km Jonas Janzer

1. M55 8,5 km Peter Baldauf

3. M20 8,5 km Alexander Rutz

Marathonsieger Carsten Herrmann überholt auch die Kurzstreckler im vorderen Feld

2. M35 8,5 km Thomas Schmitt

3. M50 8,5 km Hans-Günther Kaiser (528), dahinter im weißen Shirt 2. M50 Erich Binzel

Siegerin 8,5 km Carmen Schaaf

Dritte 8,5 km Christine Westerhorstmann

Zweite 8,5 km Anja Strohe

2. M55 Theo Hammann vor 1. M60 Klaus Uebel

Gibt Gas: 2. M55 8,5 km Jürgen Hoffmann

Der zwölfjährige Konrad Götte läuft 8,5 km

Zweiter Marathon Matthias Stegbauer

2. W45 8,5 km Marion Haas

1. W40 8,5 km Kerstin Grupinski

1. W30 8,5 km Kathrin Maldener

Links 2. M60 8,5 km Reiner Kloos

3. W45 8,5 km Anneliese Bär (links)

2. W45 8,5 km Anne Christ

1. W18 8,5 km Katja Groß

Xaver Götte (M10) macht’s seinem Bruder gleich und läuft 8,5 km

2. W40 Marathon Maria Lucia Cacacciola-Ketter

Peter Kurz redet Saskia Toenies über die 8,5 km

1. W65 8,5 km Elisabeth Springer

Thorsten Rickel lässt die Flügel hängen

Zwei Fußballer auf Lauf-Abwegen

Renate Müller, Frauenturngruppe Oberkirchen

Aus Paris zum Bärenfelsen: Ali Al-Mourabit

3. M40 Marathon Thomas Zwilling

Lief mit eigener Startnummer: Charles von Minzenbach mit Frauchen Ute Hagemann

Klaus Neumann verwechselt Weihnachten mit Ostern, Gerhard Bracht

Noch zwei Spaßvögel: Joe Kelbel (rechts) und 1. M65 Marathon Michael Siebert

Marathoni Uwe Weyrich unterhält sich prima mit der Walkinggruppe von Andrea Feller (rechts außen)

Nina Friedrich – mit der LLG Wonnegau auf vielen Laufstrecken unterwegs

Elisa Helfrich wird von Mutter Silke umsorgt

1. 8,5 km Sammy Schu begleitet auf seiner Auslaufrunde Marathonsieger Carsten Herrmann ins Ziel

Spiegelbild

Feller Brothers Stefan und Robert

3. M30 Rainer Koch (rechts) und 1. M35 René Strosny

Halbbrüder auf der Marathonstrecke: 2. M40 Marcus Zerr (links) und Sebastian Fitz

Siegerin Marathon Carmen Hildebrand auf dem Weg in den Zielkanal

…. Und beim Zeitnahmegespräch mit Andrea und Robert Feller

Der Nussknacker als Wendemarke

Pauline Ackermann mit ihrem Lebkuchenbären

1. M70 8,5 km Johannes Herrmann

Mary Kristmäss war nicht am Start

 

Hoppstädten-Weiersbach, 24. Dezember 2011 - Wenn sich erwachsene Männer freiwillig und begeistert ein Lebkuchenherz umhängen lassen, dann, ja dann ist wieder Heiligmorgenlauf bei Bärenfellers. Wobei das Herz in diesem Jahr gar keines war, vielmehr hatte man im Hause Feller Neues ersonnen und dem Herz die Form des bei den Bärenfelsläufen bekannten Bären gegeben. 

Wer sich noch an Weihnachten 2010 und die Schneemassen erinnert, die nicht nur am Bärenfelsen Läufern und anderen Menschen das Leben schwer machten, fand in diesem Jahr in Hoppstädten-Weiersbach am Rande des Naturparks Saar-Hunsrück vollkommen andere Witterungs- und Streckenverhältnisse vor. „So ein Wetter hatten wir nur beim ersten Lauf, seitdem nie wieder“ bemerkte Gernot Helferich vom ausrichtenden Feller-Team. Gernot ist ein „angeheirateter Feller“, seine Frau Silke ist der jüngste Fellers-Sproß. Siglinde ist die älteste der vier Feller-Geschwister. Anders als Silke, Robert und Stefan hat sie das Laufen aber nicht zu ihrer Passion gemacht. Trotzdem darf auch sie nicht als Helferin fehlen, wenn die Fellers drei Mal im Jahr zu verschiedenen Laufveranstaltungen blasen. Normalerweise ist Vater Franz der einzige Feller, der sich dann auch selbst auf die Strecke begibt, diesmal hatte Roberts Frau Andrea sich mal frei genommen und walkte zusammen mit einigen Frauen beim 8,5 km-Lauf mit, morgen startete sie aber auch schon mal mit dem Marathonis, um sich eine Runde warmzulaufen. Mutter Jutta stand wie immer an der Kuchen- und Kaffeetheke und Silke versorgte, anfangs zusammen mit Patrick, dem Sohn von Andrea und Robert, die Versorgungsstelle am Ein- und Ausgang der Runde um den Bärenfelsen. 

Mary Kristmäss war bei keinem der drei angebotenen Läufe am Start, aber Santa Claus sah man in vielfältiger weiblicher und männlicher Form. Am auffälligsten war „Santa“ Klaus Damde, dessen Nikolausmütze noch von einem rot blinkenden Band umrahmt wurde. 

Eingefleischte Bärenfelsläufer sind es schon gewohnt, daß der Start verschoben wird. In der Regel liegt das bei den Sommerläufen an der langen Schlange der Laufwilligen, so daß die Startnummernausgabe nur selten pünktlich abgeschlossen ist. Daß es nun wegen verspäteter Läufer eine Zeitverschiebung gab, war zwar neu, gehört aber zum familiären Charakter der Fellerschen Veranstaltungen. Die Läufer nahmen’s gelassen und hielten sich noch eine Viertelstunde länger im schützenden Tunnel auf. Dadurch bedingt lief man Heiligabend zum ersten Mal bei Helligkeit los. Normalerweise dämmert es gerade mal so, wenn Robert Feller die laufenden Christkinder per Megaphon auf die Strecke schickt.

Obwohl einige derer, die üblicherweise immer ihren Weihnachtsmarathon bei Fellers absolvieren, fehlten, konnte man sich im Grenzgebiet zwischen Pfalz und Saarland nicht über mangelnde Teilnehmerzahlen beschweren. Im Gegenteil. 81 LäuferInnen, so viele wie noch nie seit Einführung der Marathondistanz im Jahr 2006, erreichten das Ziel, 79 davon innerhalb des Zielschlusses von 6 Stunden. Dazu kamen 164 über 8,5 km und nicht weniger als 20 Kinder, die 2 km unter die Füsse nahmen. Macht summa summarum 265 erfasste Namen im Ziel – ja ist denn schon Weihnachten? 

„Ja Wahnsinn – die müssen wirklich fünf Mal da den Berg rauf“ bewunderte ein 8,5 km-Läufer nach getaner „Arbeit“ die marathonlaufenden Kollegen. Rund 200 Höhenmeter sind auf jeder Runde zu bewältigen. Dabei gibt es aber im Grunde genommen nur zwei Möglichkeiten: rauf oder runter. Annähernd ebene Stellen muß man genauso suchen wie in diesem Jahr die Schneereste am Wegesrand. 

Aufgrund der Regenfälle der letzten Woche hatte die meisten wohl mit einem noch tieferen Boden gerechnet als sie vorfanden. Streckenkundige wußten schon, wo es dicksten Schlammpfuhle warteten, aber alles in allem war die Strecke gut laufbar, auch ohne Trailschuhe kam man gut durch. Was auch Franz Feller bewies, der auf den reinsten Slicks unterwegs war. 

Carsten Herrmann, Saarländischer Berglauf-Vizemeistrer 2011, nahm von Anfang an das Heft in die Hand. Den M30er, der für den LAZ Saarbrücken läuft, kannte von den schnellen Hirschen auf der Marathonstrecke niemand. Auch Matthias Stegbauer von der LSG Schwarzwald Marathon Bräunlingen, war am Bärenfelsen ein Unbekannter. Allerdings läuft er seit 2006 hin und wieder mehr als Marathon und dann auch richtig schnell. 2007 gewann er den 6 h-Lauf in Fellbach-Schmiden mit 77 km und 2010 den Kraichgaulauf über 44 km. 

Nachdem Herrmann von Anfang an losstürmte, legte er einen gehörigen Abstand zwischen sich und seine Verfolger. Stegbauer konnte sich ihm am Ende nochmal deutlich nähern, die beiden erreichten das Ziel innerhalb von nur 27 Sekunden in 2:52:28 h und 2:52:55 h und pulvierisierten damit beide den alten Streckenrekord von Daniel Horst aus dem Jahr 2008, der bei 2:56:12 h stand. Bisher hatten es nur Daniel Horst, Frank Hardenack und Rainer Koch geschafft, am Bärenfelsen unter der 3 h-Marke zu bleiben. Herrmann hatte auf den letzten Kilometern prominente Begleitung. Sammy Schu, der zuvor den 8,5 km-Lauf gewonnen hatte, begleitete den Marathonsieger ins Ziel. 

Petru Muntenasu, der am Bärenfelsen ein alter Bekannter ist, konnte mit 3:06:47 h auf Platz 3 punkten. 

Aus Wiesbaden war Marcus Zerr zusammen mit seinem Halbbruder Sebastian Fitz gekommen. Der Triathlet hat sich vorgenommen, 2012 mal ein reines Laufjahr einzulegen und sich an den Ultralangstrecken zu versuchen. Den Heiligabendmarathon beendete er als Fünfter, Sebastian als 15., danach machten sich die Brüder gemeinsam auf zur Familienweihnacht. 

Fast jedes Jahr kommt auch Carmen Hildebrand zum Heiligmorgenmarathon. Sie nimmt Hoppstädten-Weiersbach immer als Etappenziel zwischen Zürich, wo sie lebt und Steinau, wo ihre Eltern auf ihren Weihnachtsbesuch warten. In diesem Jahr hatte die „Seriensiegerin“ beim Heiligmorgenmarathon Nadine Weiss im Schlepptau. Die Französin kommt aus Bois D'Arcy im Arrondisement Versailles beendete den Trans Gaule, die 1.150 km lange Frankreichdurchquerung in 18 Etappen als vierte Frau, Carmen war die diesjährige TG-Siegerin. Wie auch beim Heiligmorgenmarathon 2011, den sie als Gesamt-19. nach 3:42:40 h beendete. Nadine wurde Sechste und siegte in der W45. 

Ursula Schürle ist Diplom-Bibliothekarin an der Dualen Hochschule Mosbach, für die sie auch am Start war. Mit 3:46:58 h erlief sie sich den zweiten Rang. Vor 14 Tagen gewann sie den 14,5 km langen Adventslauf in Schönau. 

Dritte wurde mit Annette Johann (TV Rheinzabern) die schnellste W50erin. Seit 2009 versucht sie sich hin und wieder an Strecken jenseits der Marathonmarke, ihr längster Wettkampf war der Keufelskopf-Ultratrail 2011 über 85 km. 

13 Frauen und 68 Männer schafften die Marathondistanz 

Die ersten, die den Zielkanal als solchen nutzten, waren die 20 Kids, die zwei Kilometer liefen. Wo die Marathonläufer um einen fast mannshohen Nußknacker herum drehten, war die Wendemarke der Kids lebendig – Stefan Feller stand in Rettungsweste nußknackergleich an der Kilometermarke und schickt die Kinder zurück zum Start. Der erst 8jährige Hanno Wortmann schaffte die 2 km in 9:12 min. Der 9 Sekunden langsamere Simon Kaiser ist vier Jahre älter. Jüngster Teilnehmer war der erst fünfjährige Paul Ackermann, der noch einen 16jährigen und einen 13jährigen hinter sich ließ. 

Das schnellste Mädchen war die 9jährige „goldene Schnecke“ Lea Oster, die mit 10:56 min als einziges Mädel unter 11 Minuten blieb. 

Um 9:45 Uhr bliesen die 8,5 km-Läufer zur Jagd auf Sammy Schu. Der talentierte 18jährige vom LTF Marpingen erstürmte den Berg, als ob es gar nichts wäre. Er wurde in diesem Jahr vor Carsten Herrmann Saarländischer Berglaufmeister. Nach 29:33 min hatte er den 10. Heiligmorgenlauf am Bärenfelsen gewonnen. Marco Sahm (Tritonic team St. Wendel) brauchte 30:52 min, Thomas Uebel (Ausdauerteam.de) war nach 31:03 min reif fürs Weihnachtsessen. 

27 Männern ließ Carmen Schaaf (Team Erdinger Alkoholfrei) den Vortritt, bevor sie nach 37:47 min als Siegerin des Jubiläumslaufs feststand. Anja Strohe (LC Rehlingen, 38:22 min) und Christine Westerhorstmann aus Baumholder (39:36 min) folgten ihr aufs Treppchen, das für die Kurzstreckler ab 13 Uhr im großen Saal des Kinocenters Movietown nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt bereit stand. 

Mehr Infos zum Lauf sowie alle Ergebnisse unter www.baerenfelslauf.de 


Pfälzerwaldmarathon Pirmasens