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18. Internationaler Donnersberglauf

[eingestellt am 03. März 2010]

Von: Stefan Hinze

Fotos: Jochen Heringhaus/Wolfgang Behr

Sieger Steffen Justus

das vorverlegte Ziel auf dem Parkplatz

völlig vereist und deshalb unpassierbar: der Weg zum Ludwigsturm

6. gesamt, 2. M40 Tom Heuer

1. M35 Tobias Fischer

2. M35 Alexander Barnsteiner

2. Frau Sabine Rankel

3. Frau Marloes Gutenstein

Die Polizei, Dein Freund und Mitläufer: Jürgen Köhler

Wenn der Vater mit dem Sohne einmal ausläuft: Peter und Florian Friedrich

Youngster Pascal Löbel (257)

Winterkehraus in Steinbach 

27. Februar 2010 - Der Winter 2009/2010 in der Nordpfalz rund um den Donnersberg war geprägt von Kälte und viel Schnee. Abgesehen von einigen Ultramarathonläufern der Fördergruppe der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung, die ihr Trainingslager regelmäßig im Januar in Steinbach abhalten, waren die Wälder des nördlichen Pfälzer Waldes quasi menschenleer. 

In Steinbach am Fuße des Donnersberges wird die Einsamkeit dann Ende Februar jäh unterbrochen, wenn sich zum traditionellen Donnersberglaufes des LC Donnersberg Hunderte Läufer am Gemeindehaus versammeln, um den Gipfel zu bezwingen. In den vergangenen Jahren war das Wetter immer läuferfreundlich. So auch in diesem Jahr. Vor dem Eintreffen des Sturmtiefs Xynthia waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits wieder daheim. Wie im Jahre 2009 musste auch bei der aktuelle Auflage die Strecke wegen starker Vereisung auf dem Gipfel leicht verkürzt werden, was vielen Athletinnen und Athleten wegen der mangelnden winterlichen Trainingsmöglichkeiten sicherlich nicht unrecht war. 

Bei Sonnenschein und nur geringem Wind wurde das Läuferfeld vom LC-Vorsitzenden Arthur Neunzling pünktlich um 15 Uhr auf die Strecke geschickt. Schon vor dem Start war ein Favorit ausgemacht. Steffen Justus, ein nationaler Toptriathlet, stammt aus Jena, lebt jedoch wie die meisten Kaderathleten am Olympiastützpunkt Saarbrücken. Beim letztjährigen Frankfurt-Marathon stellte er mit 2:18 h eine neue persönlich Bestleistung auf. Für die weiteren Platzierungen kamen die regional bekannten Berglaufspezialisten Martin Schedler, Klemens Bollinger sowie die starke Riege des TUS 06 Heltersberg mit Tom Heuer und den beiden Nachwuchsläufern Jonas Lehmann und Marko Becker.

In der Frauenwertung war die neunmalige Siegerin Sabine Rankel favorisiert. Es wurde ein Zweikampf mit der Siegerin des Pfälzerberglaufpokals 2009, Eve Rauschenberg, erwartet. 

Schon 100 Meter nach dem Start bildete sich eine sechsköpfige Spitzengruppe, zu der auch die meisten der genannten Läufer zählten. Ein Kamerateam, das bereits die Startvorbereitungen gefilmt hatte, begleitete die Spitze in einem Cabriolet. Der Fahrer des Wagens war offensichtlich nicht sehr erfahren, denn es kam zu Behinderungen als der Wagen unvermittelt stehen blieb. 

Steffen Justus setzte sich bereits frühzeitig ab und konnte den Lauf souverän als Sieger beenden. Dahinter hielt sich lange Florian Dunst vom Triathlon Club Backnang, ehe er von Klemens Bollinger, ebenfalls ein Triathlet vom SV Nikar Heidelberg, etwa 2,5 Kilometer vor dem Ziel überholt wurde. Bollinger bewies bereits im vergangenen Jahr seine Berglaufqualitäten mit einem zweiten Rang beim Kalmitberglauf. Auf den dritten Rang schob sich dann noch der Lauftickerredakteur Martin Schedler in deutlich ansteigender Form. Der Zieleinlauf nach Steffen Justus war ziemlich eng. Platz zwei und Platz zehn trennten gerade einmal 55 Sekunden. 

Das Frauenrennen konnte ich naturgemäß nicht beobachten. Sabine Rankel lag wohl lange in Führung, wurde dann aber  von der Saarländerin Kerstin Alaimo abgefangen und noch recht deutlich distanziert. Damit wurde der Jubiläumssieg von Rankel verhindert. 

Den dritten Rang erreichte die für Spiridon Frankfurt startende Marloes Gutenstein, die noch vor Eve Rauschenberg den Parkplatz unterhalb des Ludwigsturms erreichte. 

Insgesamt erreichten 556 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Ziel. Wer den kürzeren Rückweg durch den Wald gewählt hatte, konnte wieder auf dem in den letzten Wochen gewohnten Untergrund mit Schnee und Eis seine Koordinationskünste austesten.

Der Siegerehrung im Bürgerhaus in Münchweiler blieben viele Athletinnen und Athleten, allerdings auch einige der Platzierten fern. Trotzdem erlebten die Anwesenden eine schöne Ehrung mit vielen wertvollen Auszeichnungen. 

Arthur Neunzling wies auch noch einmal auf die Sonderwertung hin, die für die Teilnehmer erfolgt, die sowohl am Donnersberglauf als auch am Rockie-Mountain-Lauf (27. März in Rockenhausen) teilnehmen. Die jeweils besten fünf Frauen und Männer dieser Wertung erhalten Sonderauszeichnungen.

Ergebnisse: www.laufinfo.de

Veranstalterseite: www.lc-donnersberg.de

Vielen Dank an Jochen Heringhaus für die Zuverfügungstellung der Fotos, die er und Wolfgang Behr mit seiner Kamera gemacht haben!