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Marathon Deutsche Weinstrasse

20. Karl-Martenstein-Cross Gau-Odernheim

[eingestellt am 06. Februar 2010]

Von: Gabi Gründling

Fotos: Peter & Gabi Gründling

Sieger 3.400 m Patrick Wunsch

Zweiter 3.400 m, 3. 9.100 m Thomas Wittwer

Mit fliegenden Haaren über 3.400 m: Lars Graupner

Nadine vom Wunsch-Clan 2. Über 3.400 m

Mutter Claudia Wunsch war auch an Bord

Alfred Scheid, M75er über 3.400 m

Tessa Wilhelm, schnellste Schülerin über 750 m

Endspurt vor den kritischen Elternaugen

Die ersten drei Jugendliche über 1.600 m: Anne Schlagel (247), Lara Brune (197) und Meike Schuler (212)

Marie Starck

Die B-Jugendlichen sind los

Da hatte niemand Zeit zu lesen

Dritter 3.400 m, 3. M40 9.100 m Dirk Karl

Ab durch die Mitte: Karsten Bittmann

Immer am Rand lang: Thomas Herbach

Für zwei Starts aus Offenbach angereist: Roger Winterott

“Lasst uns ein bißchen durch die Matsche eiern”

Das war wirklich Cross

Uuhh.. wie eklig…

Dritte 9.100 m Silke Cordes

“wie komme ich hier bloß gut durch?”

Sieger 9.100 m Simon Hoyden

Günther Kärcher, M75er über 9.100 m

Herbert Hering, 1. M55 9.100 m

Norman Doesken, 1. M35

Andrea Emmel, 2. 9.100 m (und 1. W40)

Vierter 9.100 m, 1. M40 Thorsten Ruthardt

Siegerin 9.100 m Katrin Diewald

Die Schuhwaschstraße

Siegreiche Mannschaft: TSG Grünstadt (Stefan Ebert, Dirk Karl, Timo Rokitta)

Zweiter 9.100 m Christian Klaproth

Cross wie er leibt und lebt

06. Februar 2010 - Auf meine Frage, wer eigentlich Karl Martenstein war, werde ich erstmal vom TSV-Vorsitzenden Gerhard Zibell ins Allerheiligste geführt. Im kleinen Büro am äußersten Ende der Halle, wo die 2.100 Mitglieder verwaltet werden, hängt er gleich zwei Mal an der Wand. Einmal im Bilderrahmen der Vereins-Wiederbegründer nach dem Krieg (1946) und ein zweites Mal alleine, denn von 1955 bis 1970 war er Vorsitzender und von 1981 bis zu seinem Tod 1985 Ehrenvorsitzender. Als der Crosslauf in Gau-Odernheim aus der Taufe gehoben wurde und seinen Namen bekam, hat er das also schon nicht mehr erlebt.  

Der Lauftag beginnt in der 3.700-Seelen-Gemeinde im Kreis Alzey-Worms um 12.30 h. Wenn Otto Normalbürger am Mittagstisch sitzt, werden die Walker über 4.000 und 8.000 m auf die Strecke geschickt. Das Feld war klein, die neun WalkerInnen über die längere Distanz kamen ausschließlich aus Gau-Odernheim, die einzige Teilnehmerin über 4.000 m lief ohne Vereinsangabe. 

Als kleinen Gag hat die Leichtathletikabteilung um ihren Leiter Helmut Schittenhelm an den Anfang der Laufwettbewerbe die Familienstaffel gesetzt. Drei Mitglieder einer Familie laufen je eine kleine Runde über 750 m.

 

Ab 13.30 h gilt’s dann richtig. Zuerst sind ab Jugend B aufwärts die Kurzcrossler an der Reihe. 3.400 m oder zwei mittlere Runden gilt es zu durchlaufen. Gestartet wird auf einem Asche-Nebenplatz des Rasenplatzes, nach dessen Diagonalquerung geht’s raus in die Prärie. Leicht bergauf auf Asphalt, dann mitten im Hang rechts ab durch tiefen schmierigen Ackerboden, auf der anderen Seite über Asphalt wieder runter, auf der Aschenbahn am Fußballfeld vorbei – und schon kam Runde 2. Mit 19 TeilnehmerInnen war das Teilnehmerfeld übersichtlich. In vielen Altersklassen war nur jeweils ein/e Starter/in unterwegs. Unter ihnen die vier Wunschs von der TG Wallertheim. Vater Peter und Mutter Claudia liefen zusammen in 17:21 min über die Strecke, ihre beiden Kinder Nadine (15:22min) und Patrick (12:24 min) zeigten ihnen, was eine Harke ist. Patrick (Jahrgang 1992) lief rund 3.350 m zusammen mit Thomas Wittwer (LG Muli), zog dann aber angesichts der Ziellinie mal kurz an und ließ den 10 Jahre älteren Vorderpfälzer quasi stehen, gewann die Gesamtkonkurrenz. Dritter wurde Dirk Karl, ein Vielstarter von der TSG Grünstadt, der in diesem Sommer seinen ersten 24 h-Lauf bestreiten will, nachdem er diesen Plan 2009 kurzfristig wegen erheblicher Rückenprobleme aufgeben mußte.  

Für Wittwer war es der erste Wettkampf, bei der er zwei Mal antrat und er meinte im Anschluß an seinen dritten Platz im 9.100 m-Hauptlauf auch “für dieses Jahr sicher das letzte Mal”. Einen Marathon plant der Neuhofener für 2010 nicht, er will unbedingt an seiner 10 km-Zeit feilen, die zur Zeit bei 35:54 min steht. Gelaufen ist er sie an prominenter Stelle nämlich beim offenen Lauf auf der WM-Marathonstrecke in Berlin im August 2009.

Damit sich die Doppelstarter verschnaufen konnten, kamen nun die Kinder und Schüler an die Reihe. Zwischen 750 und 1.700 m hatten sie, je nach Jahrgang, zu laufen. Dabei wurden die Jungen und Mädchen jeweils getrennt auf die Strecke geschickt – und zumindest bei den Läufen der Acht- bis Zehnjährigen kamen die Letzten leider weinend ins Ziel. Spaß hatten sie an dieser Samstagsnachmittagsbeschäftigung ganz offenbar keinen. Die Kids kamen fast ausschließlich aus Gau-Odernheim, Osthofen und Wallertheim.  

Um 15.30 h bildete der 9.100 m-Hauptlauf dann auch den Höhepunkt der Veranstaltung. Mit 51 LäuferInnen stellte er fast das halbe Sportlerfeld von insgesamt 127 Namen. Vom Start an vorneweg: Simon Hoyden (Wolfs Running Team) und Christian Klaproth (Villa Purzelbaum). Seite an Seite liefen sie eine mittlere 1.700 m-Runde sowie drei große Runden à 2.500 m. Diese zeichneten sich dadurch aus, daß sie das Asphaltstück ein wenig weiter oben am Berg verließen und die Läufer durch dicken Lößlehmmatsch, teilweise noch bedeckt mit nassen Schneeresten, führten. Die Strategien waren an diese Stelle sehr vielfältig. “Augen zu und durch” war sicher genauso oft vertreten wie “lieber an der Seite vorbei”. Wobei diese Alternative die Läufer durch tiefen Ackerboden führte, der sofort als Gewicht an den Laufschuhen hängen blieb. Die Wassereimer und Bürsten zur Schuhreinigung, die vom Veranstalter zur Verfügung gestellt wurden, waren bitter nötig. 

Hoyden löste sich erst auf dem letzten Kilometer von Klaproth und erreichte auf der schweren Strecke das Ziel nach 32:54 min, sein Widersacher brauchte 11 Sekunden länger.  

Sieger der M45 war Alf Matuschak von der LLG Wonnegau. Der 48jährige war eine Woche zuvor aus dem Skiurlaub gekommen, in dem er rund 120 km skatete, dazu nochmal 40 km Lauftraining absolvierte und trotzdem rund 1,5 kg zunahm – dem guten Essen im Tannheimer Tal sei Dank. Mit 35:15 min war er letztlich Vierter im Gesamteinlauf. 

Veranstalterseite: www.tsv1881.de

 

 

 

 

 


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