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31. Koberstädter Waldmarathon

[eingestellt am 01. September 2009]

Von: Tilo Kramer

nicht nur für Fans, auch für Läufer

Ein Novum: Die erste Handbikerin beim Waldmarathon. Es war sehr schwer für sie.

entspannte Stimmung vor dem Start zum Marathon

Bei schönstem Wetter ging es los

der steilste "Anstieg"

Fans

schöne Strecke, schönes Wetter

auch schön

die Einsamkeit des Langstreckenläufers

Verpflegungspunkt: 20 Helfer und 2 Läufer (Beim Halbmarathon war das Verhältnis umgekehrt.)

das Ziel

Entspannung nach dem Lauf

Zuschauer satt

auch das gehört dazu

Koberstadt - Auf keiner Strassenkarte zu finden!

30. August 2009 - In der Chronik des Koberstädter Waldmarathons liest sich das so: „Immer wieder suchen Läufer, die beim Koberstädter Wald-Marathon mitlaufen möchten, vergeblich den Ort Koberstadt. Sie sind dann überrascht, dass dieses Laufereignis in Egelsbach, auf halbem Weg zwischen Frankfurt und Darmstadt, stattfindet.

Denn Koberstadt ist eine sehr alte Bezeichnung für ein ausgedehntes, wildreiches Waldgebiet mit einem sehenswerten Buchenbestand. Die nördlichen Ausläufer des Odenwaldes prägen mit ihren Hügeln das Landschaftsbild.

Durch die Koberstadt führt der Europäische Fernwanderweg Nr. 1 von der Nordsee bis zum Mittelmeer, der Flensburg mit Genua verbindet. Eigentlich nicht besonderes, aber die Mitte der Strecke, die in Luftlinie beide Städte verbindet, liegt in der Koberstadt. …“

Damit ist auch klar, dass der Lauf seinen Namen zu Recht trägt. Lediglich die ersten 3 Kilometer „Anlauf“ und die letzten 3 Kilometer führen durch den Ort Egelsbach, die restliche Strecke verläuft ausschließlich in bewaldetem Gebiet, ist flach und gut zu laufen. Start und Ziel befinden sich neben bzw. im Egelsbacher Stadion. Dorthin zog der Lauf im Jahr 2001 um, nachdem im Vorjahr zum ersten Mal die Zahl von 1000 Teilnehmern fast erreicht wurde. 

Auch in diesem Jahr, bei der nun schon 31. Auflage der Veranstaltung, waren weit über 1000 Läufer am Start. Den größten Anteil trägt schon seit Jahren der Halbmarathon bei, diesmal liefen um die 1050 Teilnehmer allein auf dieser Strecke. Für den Marathon hatten sich 200 Läufer entschieden, zirka 150 nahmen die 10 Kilometer in Angriff. 

Zuerst wurden wie immer die Marathonläufer auf die Strecke geschickt. Der Marathon in Egelsbach ist etwas für Frühaufsteher, denn der Start erfolgt bereits um 8:00 Uhr. Doch das hat mehrere Vorteile. Erstens findet man noch einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Stadions, so dass der Weg nach dem Lauf bis zum Auto nicht so weit ist. Man läuft ja schließlich die längste der angebotenen Distanzen. Zweitens ist bekommt man schnell seine Startnummer, denn die Startnummernausgabe ist zwar personell gut besetzt, aber noch nicht übermäßig frequentiert. Das ändert sich im Laufe der nächsten Stunden, wenn die Starter des Halbmarathons eintreffen. Drittens kann man auch noch andere „Geschäfte“ in Ruhe  erledigen. Der vierte Vorteil der frühen Startzeit liegt natürlich in den noch angenehmen Temperaturen. In diesem Jahr waren es ca. 8 Grad am Start, für schnelle Läufer ideal. 

Der Halbmarathon startet 2 Stunden nach dem Marathon um 10:00 Uhr, und da ist dann schon echt was los, wenn sich die über tausend Läufer auf die Strecke begeben. Fünfzehn Minuten später sind dann die 10 Kilometer-Läufer an der Reihe, die zwar zuletzt loslaufen, aber zuerst wieder im Ziel sind. 

Unter diesen schnellen Läufern war eine junge Frau, die mit dem zweiten Gesamtrang überraschte. Tinka Uphoff lief 41:15 Minuten und war damit schnellste Frau, gefolgt von Anna Planaguma (42:43 min) und Patricia Herbert (Fit Inn Heldenbergen) in 49:17 min. Bei den Männern gab es diese Platzierung: 1. Philipp Kroneberg (Marathonprojekt Darmstadt) in 36:48 min, 2. Heiko Bartlog (Campana & Schott) in 41:27 min  und 3. Jürg Lamparter in 41:32 min. 

Den Halbmarathon gewann Roland Krefter (LUT Aschaffenburg) in 1:19:24 h vor Mario Stenger (TSG Kleinostheim) 1:21:08 h und Michael Wilker (Nauheim) 1:21:26 h. Petra Hartmann (TV Hergershausen) wurde als Gesamt 58. erste Frau in 1:30:35 h . Damit gewann sie knapp vor Gabi Hoffmeister (Lauftreff 2 Darmstadt) 1:30:59 h und Altmeisterin Regina Blatz (TV Salmünster), welche die Distanz in 1:31:42 h absolvierte. 

Beim Marathonlauf schenkten sich Dr. Harald Klein (LG Mörfelden-Walldorf) und Andreas Rottler (TuS Deuz) nichts. Im Ziel hatte Harald (2:40:15 h) gerade mal zwei Sekunden Vorsprung auf Andreas (2:40:17 h). Knapper geht es kaum. Ingo Saatweber (Spiridon Frankfurt) belegte Platz 3, kam aber in glatt 2:51 h „schon“ 11 Minuten nach dem Sieger ins Ziel. Der Viertplatzierte René Strosny zeigte sich gut erholt von den Strapazen des Transeuropa-Laufes (4500 Kilometer in 64 Tagen) vor ein paar Wochen, wo er den 3.Platz belegte. Das schaffte er in Egelsbach nicht ganz, sondern belegte Platz 4 in 2:51:27 h. Er wollte mal testen, „ob es denn schon wieder unter 3 Stunden geht“. Es ging. 

Bei den Frauen war der Einlauf etwas entspannter. Hier siegte Dr. Annette Sattler (Wiesbaden) in 3:17:24 h. Auf den Plätzen folgten Manuela Hohmeister (LG Mörfelden-Walldorf) in 3:27:51 h und Gabriele Kenkenberg (Kriftel) in 3:30:38 h. 

Auch in diesem Jahr hielten die Veranstalter für die Läufer eine kleine Überraschung bereit. Nachdem es in der Vergangenheit z.B. Laufrucksäcke, Gürteltaschen, Regenjacken und Laufshirts gab, durften sich die Teilnehmer diesmal über ein Singlet freuen. 

Der Koberstädter Waldmarathon war wieder bestens organisiert, und auch für die letzten Läufer gab es noch genügend Verpflegung an der Strecke. Wie immer gab es im Ziel Livemusik und ein erstklassiges Kuchenbuffet, das so umfangreich ist, dass auch für die Läufer noch etwas übrig ist, nachdem sich die Zuschauer bedient haben. 

„Der hohe Organisationsgrad der Veranstaltung sowie das gemeinsame, erfolgreiche Wirken vom Koberstädter Organisationsteam und Lauf-Treff Egelsbach sind eine gutes Beispiel für den Einsatz von Läufern für Läufer.“ So liest sich das in der Chronik des Koberstädter Waldmarathons.

Veranstaltungsseite: www.koberstaedter-marathon.de