DUV - Deutsche Ultramarathon Vereinigung
10. Bad Waldseer Lauffieber

27. Stierstädter Kerbelauf

[eingestellt am 10. Juli 2011]

Von: Gabi Gründling

Fotos: Gabi & Peter Gründling

die Halbmarathonschlange auf der Stadionrunde

… und in den Feldern von Stierstadt

Der erste Anstieg

Blick auf die Skyline von Steinbach

Blick auf die Skyline von Frankfurt

Über die Bahn rüber nach Steinbach

Die Wasserstelle am Sonnenhof

An der Waldsiedlung in Kronberg-Oberhöchstadt

Diesen Fernblick hatten nur die Halbmarathonis

Bianca Kornmann zieht und schreit ihren Vater ins Ziel

Letzte Laufvorbereitungen

Zweiter 10 km Jörg Alff

Sieger 10 km Marcus Mallbré

10 km: Christoph Mahnel (211, 2. M35), Baptist Wünsch (187, 2. MHK) und Michael Brandt (210, 1. M50)

10 km: Benjamin Mühlbauer (287, 1. M30) und Justino Da Costa (238, 3. Gesamt, 2. M45)

Siegerin 10 km Eman Mohamed, mit Nr. 250 1. M55 Michael Moses

10 km Sven Pommerenke (251, 1. M40) und Werner Krause (239, 2. M55)

10 km: 3. M55 Hermann Henne

10 km: 3. M35 Harald Lange

10 km: 1. M60 Hans-Joachim Schaffeld

10 km: Zweite gesamt Sevim Haas

10 km: 2. W35 Samantha Acker (263), dahinter Dritte gesamt Bianca Kornmann (195)

10 km 3. W35 Sabine Schramm

10 km 2. W45 Susanne Andres

10 km: 2. M60 Jan Lacko (275), 3. M65 Hans Georg Fitterer (229)

10 km: 2. M65 Wolf-Dieter Gruber (182), 3. WHK Tabea Breitfelder, 1. M65 Jürgen Kässner (264)

10 km 1. M75 Hans Wilhelm Müller

10 km: w. W30 Mandy Heinrich, 2. W55 Hannelore Müller

10 km 1. W40 Anette Henrizi

10 km 1. W65 Krista Roschke

10 km 2. M75 Udo Roschke zum ersten Mal langsamer als 60 min

HM Zweiter Uwe Eichenauer

Fernblick vom Sportplatz aus

HM Dritter Frank Hiltmann

HM 2. M40 Dietmar Branner

HM 2. M45 Michael Sachs

HM 1. M30 Alexander Bürger

HM 3. M40 Uwe Ennemann

HM 2. M35 Roman Hoffmann

HM 1. M55 Norbert Kauer

HM 1. M50 Roman Lessmann

HM 3. M45 Thomas Schiller

HM 2. M50 Wolfgang Häuser trägt seine Startnummer 606 auf dem Kopf spazieren

HM 2. M55 Peter Kanis

HM 1. MHK Christof Südbrock

HM Siegerin Nadine Richter

HM: Auch bei Manuel Ruths (2. MHK) ist das Startnummernaufdemkopftragen in

HM Zweite Kathrin Grothues

HM 1. M60 Raimund Aran

HM Dritte Kim Mess

HM 1. W30 Jennifer Sagert

HM 1. W55 Petra Rink

HM 3. WHK Stephanie Schneider (568) und 4. WHK Laura Spranz (589)

HM 2. W30 Katharina Köper

Die fünf vom Twitterlauftreff: ironchrissi, bartlog, speedrob, runkiwi43 und sancho_p

Pokale, Medaillen und ihr Erzeuger

10 km 1. W60 Angie Trück

Die Höhe im Visier

Oberursel/Stierstadt, 10. Juli 2011 - Die Stierstädter Kerb ist in zweierlei Hinsicht weit über die Grenzen des Stadtteils von Oberursel/Taunus bekannt. Zum Einen ist da der legendäre Frühschoppen am Kerbemontag. Und zum anderen der Stierstädter Kerbelauf, der einen Tag vorher seit 27 Jahren viele Lauflustige in das 1972 eingemeindete Dörfchen zieht.

Wurde die Siegerehrung des Kerbelaufs einstmals in das Kerbegeschehen auf dem Festplatz in der Platanenstraße eingebunden, so führte vor einigen Jahren die Unlust des in jährlicher Rotation gerade “diensthabenden” Stierstadter Vereins, wegen der Läufer die Blasmusik im Festzelt zu unterbrechen, dazu, daß der Kerbelauf komplett auf das Gelände rund um die Turnhalle der ortsansässigen Integrierten Gesamtschule umzog. Das brachte zwar den Helfern mehr Arbeit, weil sie sich fortan selbst um die Bewirtung der Nach-Lauf-Party kümmern mußten. Andererseits spült es aber so natürlich alljährlich mehr Geld in die Kassen des ausrichtenden TV Stierstadt und die Siegerehrung ist in der Regel auch besser besucht als früher, weil keine Strecke mehr zurückzulegen ist, um von Dusche an die Kuchentheke zu kommen. Das schreckte in früheren Zeiten doch eher ab, lieber fuhr man dann nach Hause als nochmal den Ort des Geschehens innerhalb von Stierstadt zu wechseln. 

“Hier wird man immer so liebevoll betreut” meinten denn auch in diesem Jahr einige Wiederholungstäter, die man so gut wie jedes Jahr beim Kerbelauf antrifft. 

Angeboten werden in Stierstadt schon von jeher vier Strecken: 2,5 km für Kinder, 5 km für Einsteiger, 10 km und Halbmarathon für gestandene Läufer. 25 Jahre lang wurde nur in 10er-Altersklassenschritten gewertet. Seitdem 2010 ein neues Organisationsteam das Zepter übernommen hat, wird auch in Stierstadt zeitgemäß in 5er-Schritten abgerechnet. Siegfried Freichel, Michael Helfmann und Stephan Rainer gehörten auch schon zum alten harten Kern der Veranstaltungsorganisation und auch die meisten der langjährigen Helfer lassen sich nach dem Führungswechsel nicht lumpen und backen und verkaufen weiter Kuchen, nehmen die Zeit, winken die Läufer auf die Parkplätze, stehen an den Laufkreuzungen usw. usf. Ein paar weniger sind es geworden, aber sie haben die ganze Veranstaltung dank jahrelanger Erfahrung vollständig im Griff. 

Die 10 km-Runde führt von der Schule durch Felder an den oberen Ortsrand von Stierstadt, dann durch den Ort zum unteren Ortsrand und erneut durch die Felder zum Bahnhof Weißkirchen/Steinbach. Entlang der Bahngleise und durch die Felder kreuzt man letztlich die Bahnstrecke und läuft auf der Steinbacher Seite wieder zurück zum Bahnhof. Über die Gleise kann man dann schon einen Teil der Läufer aus dem eigenen oder auch dem zweiten der beiden Langstrecken beobachten. Ein Begegnungsstück auf Distanz sozusagen. Waren bisher nur wenige Meter nach oben aber viele nach unten zu bewältigen, wird es jetzt spaßig. Ab Kilometer 6 bis 9 geht es nur nach oben und das nur durch Weizenfelder. Der letzte Kilometer für die 10 km-Läufer ist dann erstmal wieder Gefälle und flach bevor der berühmt-berüchtigte Zielhang von Stierstadt auf seine Opfer wartet. Lang ist er nicht, der Anstieg vom Parkplatz hinauf ins Stadion, aber er hat es in sich. Oben angekommen, fühlen sich die Beine an wie Gummi und man hat noch gut 200 m Aschenbahn vor sich, bevor das erlösende Zielbanner über der Strecke hängt. 125 Höhenmeter kommen insgesamt über die 10 km zusammen.  

Die Halbmarathonis laufen in Stierstadt einen zusätzlichen Kilometer, um dann etwa bei km 8,5 auf der 10 km-Runde Richtung Steinbacher Wald abzubiegen. Hier wartet das größte Schattenstück auf die Läufer. Entlang der Landstraße zwischen Kronberg-Oberhöchstadt und Stierstadt, in Höhe der Waldsiedlung, kommt man zurück ins Feld Richtung Stierstadt. Die Schule und der Sportplatz befinden sich nun direkt links hinterm Zaun. Von der Kreuzung am Pferdehof “Sonnenhof” aus verlaufen die letzten 7 km wieder auf der 10 km-Strecke. Die Halbmarathonis haben nicht ganz 300 Höhenmeter auf ihren 21,1 km zu überwinden. 

Die Ausblicke machen die Stierstädter Strecken besonders attraktiv. Auf dem Weg nach unten hat man den Taunus im Rücken und die Frankfurter Skyline mit der dem Commerzbanktower, dem Messeturm und den anderen Frankfurter Wolkenkratzern vor sich. Der Turm der Commerzbank war bei seiner Einweihung 1997 mit 259 m (inkl. Antenne fast 300 m) der höchste Turm Europas, seit 2003 gibt es in Moskau ein Haus mit fünf Metern mehr. Auf dem Rückweg sieht man dann den Fernmeldeturm auf dem Plateau der höchsten Erhebung im Taunus. Der Gipfel des Großen Feldbergs liegt sich 881 m üNN. Groß heißt er, weil es in seiner Nachbarschaft noch den Kleinen Feldberg (826 m) gibt. Der Name ist insofern irreführend, als der Feldberg im Schwarzwald mit 1.493 m doch deutlich größer ist.  

306 LäuferInnen machten sich zwischen 9 Uhr und 9.15 Uhr auf die Reise, die Hälfte davon hatte sich für den Halbmarathon entschieden, der um 9.10 Uhr gestartet wurde. Um 9 Uhr wurden die 10 km-Läufer auf die Strecke geschickt. Nach einer vollen Stadionrunde ging es raus in die Wärme des Vordertaunus. Nach einigen bedeckten Tagen zeigte die Sonne heute, was sie drauf hat. 

Schon oft haben schnelle Läufer vom LC Mengerskirchen den Weg ins knapp 70 km entfernte Stierstadt gefunden und auch in diesem Jahr war es ein Mengerskirchener, der sich ganz oben in die Siegerliste des 10 km-Laufs eintrug. Marcus Mallebré brauchte 34:53 min, um sich bei Wasser und Apfelschorle im Ziel erholen zu können. Laut Homepage seines Vereins war er damit mehr als zufrieden.  

Jörg Alff startet für die Betriebssportgemeinschaft der Commerzbank. Im Angesicht “seiner” Zentrale brauchte er 35:23 min für den hügeligen 10er.  

Justino da Costa kommt vom TuS Lindenholzhausen. Das liegt bei Limburg, also auch nicht gerade um die Ecke. Aber Werner Krause, ein Lauffreund aus Limburg, kommt schon seit 15 Jahren nach Stierstadt und lockt jedes Jahr einige Mitläufer in den Taunus. Nach 37:43 min blieb die Uhr für Da Costa stehen, das Treppchen war voll.

Im Schlepptau hatte Werner Krause, der selbst Gesamt-12. und 2. M55 wurde, auch gleich noch die Siegerin bei den Frauen. Wie schon 2010 hatte die Äthiopierin Eman Mohamed die Nase deutlich vor der Konkurrenz. Mit 40:07 min wurde die 21jährige Gesamt-10. und pulverisierte auf der durchaus anspruchsvollen Strecke ihre alte persönliche Bestzeit gleich um über zwei Minuten. Dabei hat sie zur Zeit relativ wenig Zeit fürs Training, da sie am Frankfurter Flughafen in einem Coffeeshop Schicht arbeitet. Ihre Halbmarathonbestzeit liegt übrigens bei 1:26 h, gelaufen im April im Rahmen des Bonn-Marathons.

Mit zwei Kindern im Babyjogger beeindruckte Sevim Haaß Zuschauer und Konkurrenz. Die 36jährige Siegerin des diesjährigen Feldberglaufs (auf den Taunus-Feldberg), die normalerweise für den SSC Hanau-Rodenbach startet, in Stierstadt aber “Antigua” als Verein angegeben hatte, lief mit zwei Kindern im Babyjogger nach 45:25 min über die Ziellinie, war dann aber bis zur Siegerehrung verschwunden.

Dritte wurde Bianca Kornmann vom LT Wetzlar, der auch in diesem Jahr wieder das zahlreichste Team stellte. Die 22jährige brauchte 46:18 min und hatte anschließend noch genügend Kraft um, schon frisch geduscht, barfuß ihren Vater beim Halbmarathon auf den letzten 300 m ins Ziel zu holen. Ihn anfeuernd lief sie vor ihm her und motivierte ihn dermaßen, daß er sogar noch ein paar vor ihm laufende Konkurrenten einsammelte.  

Udo und Krista Roschke von der TSG Oberursel gehören in Stierstadt schon zum Inventar, sind jedes Jahr dort umtriebig. Inzwischen laufen die beiden in der M75 und W65. Für Udo war der heutige Lauf allerdings dennoch eine Premiere. Zum ersten Mal überhaupt schaffte er es nicht, die 10 km in unter 60 min zu laufen, auch wenn er nur 38 Sekunden über der magischen Stundengrenze blieb. 

Aus Neustadt an der Weinstraße war Angie Trück in den Taunus gefahren. Die Neu-W60erin, die erst mit 40 Jahren zum Laufsport kam und auf eine Marathonbestzeit von 3:10 h zurückblicken kann, hatte keine Lust, zuhause alleine durch den Wald zu laufen und nahm die gut 100 km Anfahrt gerne in Kauf, um mal eine neue Strecke auszuprobieren. Zusammen mit ihrem Mann Holger fährt die Friseurin außerdem Inline-Marathons. Den letzten schaffte sie Mitte Mai in Mannheim. Beinahe hätte sie dort gar nicht starten können, denn im Training kollidierte sie helmlos mit einem Radfahrer und mußte sich ein Loch im Hinterkopf nähen lassen.  

10 km lief auch Harald Lange, der 3. M35 wurde und dafür 44:26 min brauchte. Der Bad Homburger ist fast blind (Sehvermögen auf einem Auge 5%, auf dem anderen 0), meistert aber auch seine Volksläufe ohne Guide. Box- und Krafttraining stärken seine Koordinationsfähigkeiten und er kann sich an den Menschen in seinem direkten Umfeld orientieren. Bordsteinkanten kann er, so sie sich gut “markiert” von der Straße abheben, gerade noch so erkennen. Alle Volksläufe, an denen er derzeit teilnimmt, dienen nur der Vorbereitung auf sein großes Saisonziel, den Frankfurt-Marathon. Wenn er neben Arbeit und Sport noch Zeit hat, widmet sich Harald seinem Musikprojekt “Harrior”, für das er auch noch Mitspieler sucht.

Beeindruckend auch die Zeit des Siegers in der M70. John Laws (TSG Fechenheim) sieht deutlich jünger aus als die 72 Lenze, die er auf dem Buckel hat. Mit 46:11 min erreichte er die Stierstädter Zeitnehmer als 40.! 

151 LäuferInnen erreichten das Ziel des Halbmarathons. Der schnellste von ihnen war Christian Spaich, Lokalmatador von der TSG Oberursel. Schon oft lief er in Stierstadt, aber noch nie hat es für den Sieg gereicht. Mit seiner Platzierung war er denn auch sehr zufrieden, hätte sich aber eigentlich eine bessere Zeit erhofft. Mit 1:22:23 h war er ca. zwei Minuten langsamer als 2010, wo es “nur” zum zweiten Platz reichte. Nach 2 km konnte er sich vom Feld lösen und zog fortan einsam hinter Führungsradler Stephan Rainer seine Runde. Sahin Karasu, schneller Läufer von Skills04 Frankfurt, fungierte auf seinem Rennrad ein bißchen als Spion und beunruhigte Spaich mit der Meldung, daß sein unmittelbarer Verfolger Uwe Eichenauer ihm 15-20 Sekunden auf die Pelle gerückt war. “ich war dann damit beschäftigt, meinen ersten Platz zu verteidigen” lachte Spaich bei der Siegerehrung. Sein Saison-Hauptaugenmerk liegt auf den Läufen des Mainlauf-Cups. Hier würde er gerne seinen M35-Sieg vom Vorjahr wiederholen. Die Treppchenplätze in der Gesamtwertung sieht er selbst als unerreichbar an. Und dann möchte der Diplom-Kaufmann anlässlich des Frankfurt-Marathons gerne eine 2:43 bis 2:45 laufen. Seine Bestzeit liegt seit dem Düsseldorf-Marathon 2010 bei 2:40:36 h, aber dort hatte er das seltene Glück des perfekten Rennens und hält es daher für unrealistisch, auch für Frankfurt wieder mit einer solchen Zeit zu rechnen.  Übrigens war Christian in Stierstadt doch auch noch zu schnell - für unsere Objektive. Drei Leute haben es mit zwei Kameras nicht geschafft, ihn "brauchbar" auf den Chip zu bannen, weshalb Ihr hier leider kein Foto von ihm findet.

Uwe Eichenauer (1. SC Gießen Sachsenhausen) erreichte das Ziel letztlich 47 Sekunden nach Spaich. Dritter wurde der vereinslose Frank Hiltmann aus Kriftel in 1:26:17 h.

Mit Nadine Richter kam die Frauensiegerin als Gesamt-16. nach 1:35:04 h ins Ziel. Die 29jährige startet zwar für ihren Heimatverein, den TSV Ostheim (Rhön), lebt aber inzwischen in Frankfurt. Die Finanzbuchhalterin, die derzeit auf der Suche nach einer neuen Stelle ist, läuft erst seit zwei Jahren, war seinerzeit als Laufanfängerin schon mal in Stierstadt. Sie trainiert fünf Mal pro Woche und möchte beim Frankfurt-Marathon zeigen, daß mehr in ihr steckt als die 3:36 h, die sie bei ihrem Marathondebut in Berlin 2010 vorgelegt hat. Angesichts der Temperaturen war sie mit ihrer Zeit durchaus zufrieden. Ihre Halbmarathon-Bestzeit lief sie im März mit 1:32 h. In der Regel läuft sie einen Halbmarathon im Monat.  

Kathrin Grothues (LC Olympia Wiesbaden, 1:39:21 h) und Kim Mess (TV Gladenbach, 1:40:38 h) folgten ihr aufs Treppchen, für das es in Stierstadt Medaillen in Gold, Silber und Bronze gibt.  

Der älteste Teilnehmer beim Halbmarathon war Jahrgang 1936. Rolf Weith brauchte 2:24:18 h für die 21,1 km.

Fünf Mal las man im Wettkampfbüro den Namen “Twitterlauftreff” in der Spalte “Verein” von den Meldezetteln ab. Es handelt sich dabei eigentlich um eine virtuelle Laufgruppe, die sich über den Mitteilungsdienst Twitter, bei dem man für jede Nachricht maximal 140 Zeichen zur Verfügung hat, kennt. Bundesweit geben Läufer den sogenannten Hashtag #twitterlauftreff in ihre Mitteilungen ein und finden so zum Beispiel auch auf Geschäftsreisen gut und gerne Laufpartner. Die, die in einer Region wohnen, treffen sich oft auch offline zum gemeinsamen Training oder anlässlich eines Volkslaufs. Wie eben an diesem Sonntag ein paar Rhein-Main-Anrainer zum Stierstädter Kerbelauf. “speedrob” Robert Cesareo kommt aus Oberursel, ging in Stierstadt zur Schule. Heiko Bartlog, der am heutigen Tag mit dem 3. Platz in der M35 erfolgreichste Twitterlauftreffler, wohnt in Frankfurt. Er zwitschert ganz einfach unter seinem Familiennamen.  

25 LäuferInnen nahmen den Einsteigerlauf über 5 km unter die Füsse. Jens Wollenhaupt (TV Goldbach) siegte in 21:49 min vor Gina-Marielle Schürg (TSV Friedberg-Fauerbach, 22:02 min). Als Quartett kamen Roman Hensel, André Hensel, Markus Zenker und Gregor Sauer nach 22:10 min gemeinsam ins Ziel. 

Am Schülerlauf über 2,5 km nahmen in diesem Jahr nur neun Kinder teil, 2/3 davon Mädchen. Mit 10:29 min setzte sich der 13jährige Niklas Harsy an die Spitze des Feldes. Mit 12:49 min war die ein Jahr jüngere Sarah Völkert (TV 1894 Schloßborn) das schnellste Mädchen.  

Und dann war da noch die Läuferin, die mit Mann und Kleinkind im VW-Bus angereist war. Während Mama lief, betreute Papa den Nachwuchs und mußte ihn wohl zwischendurch auch mal wickeln. Nachdem die Familie abgereist war, lag die volle Windel einfach im Gras vor der Parkbucht – nur 10 m vom nächsten Papierkorb entfernt………

Ergebnisse 2,5 km

Ergebnisse 5 km

Ergebnisse 10 km

Ergebnisse HM

Veranstaltungsseite mit Ergebnissen: www.tvstierstadt.de

 

 


Bottwartal-Marathon