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32. Leininger Crosslauf Grünstadt

[eingestellt am 23. Januar 2016]

By: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling und Uli Krezdorn

das Eis des Morgens hat sich in der Sonne in Wasser verwandelt

VanMan Jochen Heringhaus in action

David Mahnke gewinnt die 2.200 m

Lucas Schmähl wird Zweiter

David Müsel noch vor Sinan Riedel

Auf dem Damm

Verdient!

Crossschuhe

Dritter 3.300 m Joel Rysanek läuft sich warm

Deine Spuren auf dem Sandplatz…

Ludwig Mesel und Renate Cöllen hüpfen sich warm

Sebastian Bednarz, Stefan Teichert und Thomas Heider laufen 3.300 m

3.300 m: Malte Lebeau vor Zweiter Lisa Maria Hirschfelder und Michael Helferich

Treulich geführt: 3.300 m-Siegerin Josefa Matheis hinter ihrem Mann Ralf, dem sie am Ende knapp eine halbe Minute abnimmt. Über 6.800 m wird sie Zweite

Anna Schloß, Dritte über 3.300 m und Siegerin über 6.800 m vor Katrin Neumeister und Dreifachstarter Rainer Beisel

Ab durch die Sandgrube

Sieger 3.300 m Leander Lebeau

Wenn der Wind das Flatterband beiseite schafft, wird auch schon mal der Plattenweg genommen

Zweiter 3.300 m Lars Pelke auf dem Weg ins Ziel

Dritter 6.800 m Jens Laudage

Siegerin 9.000 m Pia Winkelblech

9.000 m: Max Kirschbaum (hinten) überrundet gerade Steffen Winkelmann

Max Kirschbaum

2. und 3. M50 9.000 m Rainer Beisel und Oswald Renz

die Langstrecken-Spitze

Isaac Kibrom (in blau) am Ende des Sandplatzes

Sieger 9.000 m Isaac Kibrom

-

Sieger 6.800 m Stephane Wenger

Eine nasse Angelegenheit

Grünstadt, 23. Januar 2016 - am frühen Samstagmorgen lag das Leiningerland noch unter einem Eisfilm, der dann im Lauf des Vormittags in der Sonne dahinschmolz und das Crossgelände im Rudolf-Harbig-Stadion in Grünstadt zu einer pitschnassen Angelegenheit werden ließ. Wer Trailschuhe hatte, war durchaus gut beraten, sie auch einzusetzen. Aber auch mit normalen Straßenschuhen war das Ganze durchaus machbar. Das bewies auch Isaac Kibrom, der Eritreer im Trikot der LG Kurpfalz, der mit leicht profilierten Straßenschuhen antrat und die Langstrecke für sich entschied. Die Strecke war nicht wirklich tief, die Nässe stand mehr auf der Oberfläche und machte das Geläuf anstrengend und glitschig.

199 Namen verzeichnen die Ergebnislisten aller 8 Läufe. Einige der Läufer sind aber mehrfach gestartet. In Grünstadt können sich die Erwachsenen zwischen drei Strecken entscheiden: 3.300 m, 6.800 m und 9.000 m. Rainer Beisel, für die Landau Running Company am Start, hat sich die Qual der Wahl erspart und ist einfach drei Mal gelaufen. Dabei lief der 54jährige durchaus ansprechende Zeiten. Über 3.300 m wurde er mit 13:17 min Zweiter seiner Altersklasse und 13ter gesamt, über 6.800 m Vierter AK und ebenfalls 13ter gesamt und über 9.000 m 3. AK und 15ter im Gesamteinlauf.

„Cross ist einfach meine Lieblingsdisziplin“ meint die Dritte über 6.800 m, Saskia Helfenfinger-Jeck und stand damit bei Weitem nicht alleine auf dem Sportplatz. Die Stimmen derer, die Cross „einfach toll“ finden, überwogen deutlich und die leuchtenden Augen bestätigten diese Aussage. Daß am Ende alle aussahen wie die Erdferkel, störte niemanden.

Die Strecke an sich ist nicht sonderlich schwer. Ein bißchen Sand, ein paar niedrige Hindernisse, dazu die Dämme rund um das Spielfeld, die man hoch und auch wieder runter mußte – das sind die Herausforderungen im Leininger Land.

Traditionell schicken die TSG Eisenberg und die veranstaltende TSG Grünstadt immer viele Kinder zum Crosslauf. Bei den Läufen 1-3 über jeweils 1.100 m starteten insgesamt 41 Kinder, 30 von ihnen kamen aus den beiden genannten Vereinen. Guckt man sich die Nachnamen der Kids an, sieht man, daß Laufen oft Familiensache ist. Da finden sich viele Geschwister in den Listen, wie zum Beispiel Jakob, Paula und Hannes Ebener oder auch Lina Emilia und Noah Emilio Monz oder Matteo, Emil und Sinan Riedel. Und man findet die Kinder von Läufern, die seit vielen Jahren fest in der Laufszene verwurzelt sind, wie Elena Matheis oder Elias Wellstein.

Um 12.30 h begann die Veranstaltung unter der Moderation von Jochen Heringhaus mit Kindern Jahrgang 2007 und jünger. Die Siegerehrungen fanden immer zügig nach den Läufen direkt im Freien statt, damit die Kids nicht länger als nötig in der Kälte stehen und sich am Ende noch erkälten. Die Erwachsenen werden in dem Raum geehrt, in dem neben Kuchen und Kaffee üblicherweise auch warmer Kinderpunsch verkauft wird.

Der 9jährige Jakob Ebener war der erste Tagessieger, er brauchte 4:14 min für den guten Kilometer. Seine ein Jahr ältere Schwester Paula konnte Lauf 2, der Mädchen der Jahrgänge 2005/2006 vorbehalten war, in 3:54 min für sich entscheiden. Ihr Zwillingsbruder Hannes lief 10 Sekunden schneller, belegte beim dritten Lauf damit Platz 2 hinter seinem Vereinskameraden Elias Kunkel, der eine Sekunde vor ihm gewertet wurde.

Acht Kinder der Jahrgänge 2003/2004 stellten sich anschließend der Distanz von 1.300 m, nur noch derer vier der Jahrgänge 2001/2002 wagten sich in Lauf 5 an die 2.200 m. Da sollte man sich von Veranstalterseite überlegen, ob man vier Kinder alleine acht bis zehn Minuten auf die Strecke schickt – zumal zwischen Sieger David Mahnke und dem Vierten David Müsel mehr als zwei Minuten liegen.

Mit 44 Teilnehmern war die Kurzstrecke der Erwachsenen über drei Runden der Lauf mit den zweitmeisten Teilnehmern. Angeführt wurde das Feld von Leander Lebeau (TSG Maxdorf), der sein Tagwerk nach 11:33 min beendet hatte. Wie er ist auch Lars Pelke Triathlet, er startet für das Tri-Team der Uni Heidelberg. Mit 11:48 min blieb er ebenfalls noch unter der 12 min-Marke. Schnellste Frau war Josefa Matheis. Die Neu-W50erin ließ der 26 Jahre jüngeren Lisa Maria Hirschfelder keine Chance. In der letzten von drei Runden überholte sie die Triathletin, die ebenfalls zum Team der Uni Heidelberg gehört und nahm ihr noch sieben Sekunden ab. Im letzten Rennen über 9.000 m war sie ebenfalls am Start und kam am Ende auf Platz 2 hinter Pia Winkelblech – mit 46 Sekunden Rückstand auf die Läuferin des TSV Kandel.

Der am stärksten besetzte Lauf war die Mittelstrecke über 6.800 m, hier waren 55 AthletInnen am Start. Platz 1 ging ins Elsaß. Stephane Wenger läuft für ANA/SG-LA Wantzenau, nur wenige Kilometer nördlich von Straßburg. Mit 25:16 min lief er auf Platz 1, 20 Sekunden vor Leander Lebeau. Dritter im Treppchenbunde war der Neustadter Jens Laudage, der Anfang Januar ein Trainingslager in Monte Gordo/Portugal absolviert hat.

Zum zweiten Mal Zweite wurde Lisa Maria Hirschfelder – diesmal hinter Anna Schloß, einer Triathlonkollegin der TSG Maxdorf. Dritte wurde Saskia Helfenfinger-Jeck. Sie leitet die Laufabteilung des ESV Ludwigshafen und gibt dort seit vier Jahren sehr erfolgreich diverse Laufkurse für Anfänger. Die Laufabteilung wird sich in diesem Jahr zum Ludwigshafener Hafenfest erstmals auch als Veranstalter präsentieren und einen Staffellauf über 4 x 3.000 m ausrichten.

Den krönenden Abschluß bildeten 37 LäuferInnen, die die 9.000 m in Angriff nahmen. Und vorne ging richtig die Post ab. Tim Könnel (TuS 06 Heltersberg) und der Eritreer Isaac Kibrom (LG Kurpfalz) lieferten sich bis zum Ende der vorletzten Runde ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dann blieb Tim Könnel mit der Fußspitze am vorletzten Hindernis hängen und ging zu Boden. Schnell konnte er sich wieder aufrappeln – aber die Lücke nicht mehr schließen. Kibrom brauchte 30:14 min, Könnel war mit 30:31 min auch mit Sturz überaus zufrieden. Am Anfang hing noch Max Kirschbaum an den Fersen des Expresses, mußte dann aber abreißen lassen und drehte alleine seine Runden.

Die Verfolgergruppe wurde von Stefan Hinze angeführt. Der Wahl-Rockenhausener, der im Trikot des hessischen SSC Hanau-Rodenbach unterwegs ist, war gehandicapt durch einen Radsturz vor wenigen Tagen. Was für Außenstehende durchaus wie ein bißchen Winterspeck wirken konnte, entpuppte sich als Verband, mit dem er die geprellten Rippen in Schach hielt. Am Ende konnte er sich recht deutlich von seinen anfänglichen Mitläufern Alexander Barnsteiner (LLG Landstuhl) und Philipp Ulrich (TV Bad Bergzabern) absetzen. Thorsten Müller (LLG Landstuhl) war als Siebter der Letzte, der weniger als 35 min unterwegs war.

Für Pia Winkelblech war der Grünstadter Cross eher harmlos. Die 41jährige liebt Herausforderungen Marke „fishermen’s friend“. Als Zwölfte im Gesamteinlauf siegte sie mit 38:19 min. Hinter Josefa Matheis, der am Ende etwas die Kraft ausging, woraufhin sie das Tempo auf den letzten Runden reduzierte, klaffte eine Frauenlücke von über 6 min, bevor Andrea Orlando das Treppchen komplettierte.

Ältester Teilnehmer insgesamt war einmal mehr der nun fast 81jährige Ludwig Mesel, der über 6.800 m startete und nach 42:35 min im Ziel war. Im abschließenden Lauf war Erwin Hube der „Alterspräsident“. Der 77jährige ist Mentor von Isaac Kibrom und nimmt ihn auch immer mit zu den Läufen in der Region.

Ergebnisse www.laufinfo.eu


Kossmann Laufdesign