38. Nikolaus-Volkslauf des LC Haßloch
Fotos: Jürgen Binder und Wolfgang Behr
7 km-Lauf - 2.M30 Lars Draudt mit der Zweiten und der Ersten bei den Frauen, den Schwestern Luisa und Tanja Grießbaum
Halbmarathonsieger Mario Steiner mit 1.M50 Jürgen Binder, 2.M30 Tobias Hahn, Walker Erich Krumbacher und 3.M30 Bernhard Joa
Der Pressewart des LC Haßloch Karl-Heinz Schworm mit der First Lady unter den Helferinnen Doris Füßer
Volkslauforganisationsleiter Ernst Meininger, Halbmarathonsieger Mario Steiner, Moderator Richard Füßer
Quo vadis Nikolaus-Volkslauf?
Hassloch, 03. Dezember 2011 - Wie geht es weiter mit dem Haßlocher Nikolaus-Volkslauf, wenn demnächst die Halle beim Start/Zielbereich, wo sich das ganze Prozedere um den Lauf abspielt, der Abrissbirne zum Opfer fällt?
Die für den Lauf Verantwortlichen Joachim Tremmel, seines Zeichens 1. Vorsitzender des Leichtathletikclubs Haßloch, der 2. Vorsitzende Joachim Krug, Beisitzer Richard Füßer und Volkslaufchef Ernst Meininger, sowie ihre über 50 Helferinnen und Helfer wissen es nicht, - noch nicht. Zwar ist besagte Halle, die für viel Geld anzumieten der LC alljährlich wegen seinen Volkslauf mehr oder weniger gezwungen ist, wegen ihrer Ungemütlichkeit bei niemandem so richtig beliebt, doch guter Rat ist teuer, wenn Alternativen fehlen. Nichtsdestotrotz: Die Nikolaus-Volkslauf-Veranstalter wollen dass es weiter geht und die diesjährige 38. Auflage nicht die letzte war. Auch ein Großteil der diesmal 685 Teilnehmer würde es sicher zu schätzen wissen, wenn auch im Dezember 2012 wieder einen Nikolaus-Volkslauf im Haßlocher Wald stattfinden würde. Viele sind Stammgäste und nicht wenige Haßlocher die normalerweise nicht oder kaum an Wettkämpfen teilnehmen, lassen es sich alljährlich nicht nehmen, bei „ihrem“ Lauf dabei zu sein.
Die vorderpfälzische Gemeinde Haßloch liegt in der Rheinebene, etwa 5 Kilometer östlich von Neustadt an der Weinstraße und ist mit etwas mehr als 20000 Einwohnern das größte aus einem Kern gewachsene Dorf Deutschlands. Überregional Bekanntheit erfahren hat das Großdorf durch seinen Freizeitpark, den Holiday Park, dessen Tore jedes Jahr von etwa einer Million Besucher passiert werden. Umgeben ist Haßloch von landwirtschaftlich genutzten Flächen, im Süden verschmilzt es mit jenem dichtem Wald, in dem der Nikolaus-Volkslauf stattfindet.
Im Angebot waren auch diesmal wieder drei Wettbewerbe. Los ging es um 12:45 Uhr bei feucht-frischen 7°C mit den Kleinsten. Alles was 10 Jahre und jünger war, das waren 33 Kids, durfte beim Bambini-Lauf über 600 Meter ran. Platz 1 auf einer Wendepunktstrecke erlief sich Chelsea Schönung von der PG Mannheim (Jahrgang 2001) in 2:05 min. Platz 2 ging an David Wieland vom TV Konstanz (Jahrgang 2003) in 2:13 min.
Um 13:00 Uhr schickte der Nikolaus nicht mit Rutenhieben, sondern mit einem Startschuss 342 Halbmarathonis auf eine topfebene 7 km-Waldrunde, die für 21,095 Kilometer dreimal auf überwiegend befestigten Wegen zu durchlaufen war. Nach Ende der drei Runden heißt es dann abzweigen Richtung Zielkanal.
Die um 13:20 Uhr gestarteten 310 Teilnehmer des 7 km-Laufs bewegen sich auf der gleichen Strecke, laufen die Runde eben nur einmal. Dieses führt zwangsläufig dazu, dass die schnellen 7 km- Läufer ins Ende des Halbmarathonfeldes hineinlaufen und dass alle 7 km-Läufer aufpassen müssen, dass sie den Abzweig Richtung Ziel nicht verpassen. Dank eines entsprechenden Hinweisschildes und einweisenden Streckenposten verirrte sich aber auch in diesem Jahr niemand.
Die drei Schnellsten des 7 km-Laufs sind alle der männlichen Hauptklasse zugehörig. Es siegte in 23:33 min der 23-jährige Sven Perleth von Stimmel Sports, vor Philipp Eisel vom TV Mußbach in 24:02 min und 1500 m-Pfalzmeister (4:11 min am 21. Mai in Landau) Andre Zschaubitz von der LG Rülzheim in 24:08 min. Nach einem Kilometer hatten die drei noch gleichauf gelegen, dann vermochten Perleth und Eisel sich leicht abzusetzen. Bei Kilometer 3 konnte dann auch der Neustadter Triathlet und Berglaufspezialist Philipp Eisel das Tempo des späteren Siegers nicht mehr mitgehen.
Vierter wurde Daniel Vogel (1.M30) von der LG Rülzheim in 24:14 min, vor Marius Meyfarth (4.männl. Hauptklasse) vom LC Hassloch in 24:44 min, Alexander Ressemann (1.männl. Jugend A) vom LCO Edenkoben in 24:49 min, Florian Michael (5.männl. Hauptklasse) vom LC Hassloch in 25:06 min, Jens Laudage (1.M40) von der LG Neustadt in 25:20 min und Michael Meinecke (6.männl. Hauptklasse) von Stimmel Sports in 25:40. Als Zehnter lief Lars Draudt (2.M30) von der LG Rülzheim in 25:46 min ins Ziel.
Einseitiger als bei den Herren ging es bei den Frauen zu. Hier siegte überlegen in 25:57 min die 19-jährige Pfalzmeisterin im 10 km-Straßenlauf (36:51 min am 26. August in Herxheim) Tanja Grießbaum (1.weibl. Jugend A) von der LG Rülzheim, vor ihrer 4 Jahre jüngeren Schwester Luisa (1.weibl. Schüler. A), ebenfalls LG Rülzheim in 28:20 min und Laura Mees (1.weibl. Hauptklasse) von der MTG Mannheim in 28:36 min. Vierte wurde Julianne Ohl (2.weibl. Schüler. A) von der LG Rülzheim in 30:55, auf Platz 5 folgte Susanne Joa (1.W30) aus Frankenthal in 32:03 min.
Weitere Altersklassensiege bei den Herren errangen beim 7 km-Lauf Daniel Jeckel (männl. Schüler A) von Stimmel Sports in 26:19 min, Albert Stab (M50) aus Eichelthal (Frankreich) in 26:27 min, Werner Schimpf (M60) vom TV Bad Bergzabern in 28:59 min und Erwin Hube (M70) vom TV Schwetzingen in 31:26 min.
Altersklassensiege über 7 km gingen bei den Frauen auch an Gundula Zilm (W40) aus Heidelberg in 32:19 min, Doris Becker-Miko (W50) vom Team Pfitzenmeier in 32:56 min, Ingeborg Lang (W60) von SGD Süd Neustadt in 32:35 min und Friedhilde Meyer (W70) von Meyer Runners VHS FT in 42:30 min.
Nach einem 1:16:50 Stunden langen Sololauf stand mit Mario Steiner (1.M40) von der LLG Landstuhl der Halbmarathonsieger fest. Erstmals eine Zeit unter 1:17 h hatte der heimatverbundene Esthaler sich für den Nikolauslauf vorgenommen und sein Vorhaben im Alleingang umgesetzt. Eine 1:17:22 h-Bestzeit stand bei ihm bisher zu Buche. Mit Gattin Stefanie und der 14-jährigen Tochter Celina, die für seine Laufleidenschaft stets Verständnis haben und bei fast jedem Lauf als Fans dabei sind, kann er nun Sieg und Bestzeit feiern. Dabei dürfen es dann ruhig mal ein oder zwei Bierchen sein und beim Essen wird dann auch mal über die Stränge geschlagen. Normalerweise bevorzugt der 41-Jährige aber eindeutig die eher gesunden Sachen für den Magen. Neben der Lauferei ein zweites Hobby von Mario, man könnte es auch geliebte Pflicht nennen, ist das „Holz machen“. Das Anwesen von Familie Steiner wird komplett mit Holz beheizt.
Die Plätze 2 und 3 beim Halbmarathon erliefen sich Christian Dietzen (1.M30) von der ASG Tria Hockenheim in 1:18:38 h und Thomas Weishaar (2.M40) vom LC Donnersberg in 1:19:00 h. Es folgten Tobias Hahn (2.M30) vom LSV Ladenburg in 1:19:32 h, Eycke Brescher (3.M40) von der Turnerschaft Germersheim in 1:19:43 h, Jürgen Binder (1.M50) von der LG MuLi in 1:19:45 h, Bernhard Joa (3.M30) vom LT Lambrecht in 1:19:52 h, David Hesselbarth (1.männl. Hauptklasse) aus Mannheim in 1:20:04 h, Florian Speth (2.männl. Hauptklasse) aus Leimen in 1:20:34 h und als Zehnter Christoph Terbrüggen (4.M30) vom Team Terbrüggen in 1:21:19 h.
Bei den Frauen war beim Halbmarathon die in Otterstadt wohnende 35-jährige Läuferin und Triathletin Eva Katz (1.W30) vom TV Hatzenbühl eine Klasse für sich. Mit riesigem Vorsprung konnte sie die Konkurrenz für sich entscheiden. Als sie nach 1:23:08 h, was ebenfalls Bestzeit bedeutete, über den Zielstrich gelaufen war, dauerte es fast 10 Minuten, bis mit Beate Marhöfer-Moskopp (2.W30) in 1:32:54 h und Isabella Bernhard (1.W40) von der TSG Maxdorf in 1:32:59 h die Zweit- und die Drittplatzierte folgten. Als Vierte erreichte Elke Hamleser (3.W30) von der LG MuLi das Ziel in 1:34:24 h, vor Gisela Kipper (1.W50) vom Ludwigshafener SV 07 in 1:39:05 h.
Bei Eva Katz, der diesjährigen Gewinnerin des Pfälzer Berglauf-Pokals, sieht es familiär ähnlich aus wie bei ihrem männlichen Halbmarathon-Pendant Mario Steiner. Auch ihre kleine Familie, bestehend aus Ehemann Thomas und der einjährigen Anna, ist stets dabei, wenn die erfolgreiche Mama rennt.
Die weiteren Altersklassensieger beim Halbmarathon waren bei den Herren Andreas Eichenauer (männl. Jugend A) aus Ludwigshafen in 1:39:46 h, Werner Heiter (M60) von der LG Rülzheim in 1:30:50 h und Friedrich Hinkel (M70) vom TV Lemberg in 2:06:17 h.
Bei den Frauen gingen die restlichen ersten Altersklassenplätze an Nadja Pontzen (weibl. Jugend A) von der TSG Haßloch in 2:06:09 h, Simone Kögel (weibl. Hauptklasse) vom ASV Harthausen in 1:40:25 h und Heidrun Drechsler (W60) von der TSG Maxdorf in 2:09:18 h.
Für die Zeitmessung beim Nikolaus-Volkslauf zuständig war das bewährte Team um Harald Baumann. In letzter Zeit hatte es bei „Laufinfo.de“ ein wenig geklemmt. Viele Interessierte hatten mit Sorge beobachtetet, dass Ergebnislisten von einigen Laufveranstaltungen fehlten, die man in den letzten Jahren stets vorgefunden hatte. Inzwischen scheint aber alles wieder zu funktionieren und auch Harald Baumann bestätigte in Haßloch auf Anfrage, dass alles in Ordnung sei.
Bleibt zu hoffen, dass nächstes Jahr beim Nikolaus-Volkslauf auch alles in Ordnung sei und auf der Ausschreibung zum 39. Mal zu lesen ist: Liebe Läuferinnen und Läufer, der LC Hassloch lädt hiermit zu seinem Nikolaus-Volkslauf ein. Nach Aussage vieler Teilnehmer gehören unsere Laufstrecken zu den schönsten und schnellsten im Pfälzischen Raum.
Ergebnisse www.laufinfo.de



