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4. Internationaler Cloeflauf mit 1. Cloeflauf Mountain Challenge

[eingestellt am 16. Juni 2010]

Von: Dieter Schneider-Holbach

die Bambini „werden losgelassen“

Die letzten Meter ins Ziel für die Kleinsten

Start des Schülerlaufes

Silvana Tinnes (42) rechts gibt bei den Mädchen gleich das Tempo vor

Elisa Majeres (57), 1. SchiA

Marcel Koltes (55) - 1. Gesamt) am Schlussanstieg zum Atrium

Fabian Schon (51) - 1. SchC und 2. Gesamt

gemischtes Doppel“ : Josua Winter, 1. SchB und Jamina Holbach (1), 2. SchiC

Sieger aller Schüleraltersklassen

Gesamtklassement Schüler

Blick vom Cloefplateau auf den Startplatz

Läuferfeld auf Passage I

Roman Schwarz (589), 9. Gesamt kämpft im Berg

Martin Schedler vorn kurz vor Ende der Saarschleifensteige

Jonas Lehmann als 2. Verfolger

Erik Theiß von „Grojos LTF Elversberg“ (Gesamt 4.)

Cedric Schramm, am Ende 5. Gesamt

Bengt Leibrock (553) und Christian Zimmer (642)

Blick über den Atrium-Innenhof / Zielbereich und AfterRun

Holger Salomon, 8. Gesamt hier „nur noch“ in Verfolgung von Leibrock und Zimmer auf dem Cloefplateau

Martin Schedler im Ziel am Ende seines Traumes

Gut eine halbe Minute dahinter Dennis Zimmer im Ziel

Evelyn Thieser (600), führende Frau im Berg und 1. Frau Gesamt

Heike Brücker-Boghossian (637), 2. Frau Gesamt

Daniela Bur (629), 3. Frau Gesamt

Manfred Kommenda (631), Sieger der AK Senioren, links Philipe Babe (501), 12. Gesamt

Birgit Bohr (506), erfolgreichste Seniorin

Siegerpodium : Schedler (1. M Gesamt) – Lehmann (2. M Gesamt) – Thieser (1. F Gesamt)

Thierry Hubsch mit starker Siegerzeit bei widrigen Bedingungen

Susanne Trenz (336), 1. Gesamt und einzige Frau unter 45 Minuten

Siegerpodium Frauen 10km Cloeflauf

Podium 5km Jedermannlauf – Frauen und Männer

Podium Plätze 2 (Tri-Sport Saar-Hochwald) und 3 (Grojos LTF Elversberg)

Gewinner Teamwertung – Fitnesstreff Orscholz

Ein neuer Stern am Berglaufhimmel?

Orscholz, 12. Juni 2010 - Die Idee der Verantwortlichen ist gerade erst 9 Monate alt – was letztendlich am vergangenen Wochenende nach dieser kurzen Zeit der Vorbereitung herauskam, hat alle Erwartungen der Beteiligten weit übertroffen. Die Rede ist von der 1.Cloef-Mountain-Challenge, einem Berglauf, von dem man mit Fug und Recht behaupten kann, dass er zu einem der anspruchsvollsten Deutschlands außerhalb der Alpen und des Schwarzwalds gehört. Die Challenge war eingebettet in den bereits seit 2007 im heilklimatischen Kurort Orscholz ausgetragenen und in der Region beliebten Cloeflauf, einem ausgesprochenen Landschafts- und Naturlauf. 

Ein Berglauf im Saarland? Ja sicher - möglich ist dies durch die spezielle Topographie, die typisch für die Region um eines der Wahrzeichen des Saarlandes, der Saarschleife, ist. Der Durchbruch der Saar durch den Taunusquarzit an dieser Stelle hat ein ideales Terrain für die Ausführung dieser Herausforderung geschaffen. Steile, zerklüftete Felswände, Geröllschutthalden, kleine Schluchten und bewaldete Bergrücken prägen das imposante Bild dieser Landschaft. 

Wie es sich für eine „Laufveranstaltung für die ganze Familie“ – so das Motto des Events – gehört, begannen die Bambini auf einem 400m-Rundkurs um das Tagungs- und Besucherzentrum „Cloef-Atrium“. Dieses moderne Gebäude, welches als Orga-Zentrum, AfterRun-Area, sowie Räumlichkeit für Siegerehrung und das gemütliche Beisammensein nach dem Lauf fungierte, besticht durch seine einzigartige Architektur aus Glas und Holz inmitten grüner Natur und bietet der Veranstaltung einen höchst würdigen Rahmen. 

Vor dem Einlauf der halben Hundertschaft der Kleinsten auf der Zielgeraden galt es  die mit Holzschnitzeln ausgelegte Finnbahn und einen elliptisch über den idyllischen Weiher im Innenhof des Atriums verlaufenden Brückensteg zu passieren. Im Vordergrund stand der Spaß am Laufen, so wurde auf eine Zeitnahme verzichtet und jeder „Held“ erhielt seine Medaille. Doch das war erst ein Vorgeschmack auf das, was noch folgen sollte. 

Unter nicht minder tobendem Lärm folgten kurz darauf die Schülerinnen und Schüler, die ihre 2 km durch den Wald rund um den Aussichtspunkt der „Cloef“ angingen. Verteilte Fanratschen, gegenwärtig allerorten zu hörende (WM-spezifische) Vuvuzelas, Tröten und alles, was sonst noch irgendwie Lärm produzieren kann, kam zu Einsatz, um die Kids nach einem Kurs, der zunächst überwiegend abwärts und auf den letzten 500 m wieder nach oben führt, ins Ziel “zu tragen“.

Es zeigte sich hier bereits, dass heute wieder Spitzenleistungen angesagt waren:

Sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen fielen die bisherigen Streckenrekorde: Während Silvana Tinnes  Schülerinnen C), 11jähriges Ausnahmetalent vom LC Rehlingen, dies mit in Maßarbeit gelang (- 7/10 Sek.), konnte Marcel Koltes (Schüler A) vom Tri-Sport Saar-Hochwald immerhin schon 3 Sekunden zwischen sich und die alte Schülerbestmarke vom letzten Jahr bringen.

Auch die anderen Altersklassen bestachen durch starke Laufleistungen: 

Die 12-13jährigen Mädchen dominierte die vereinslose Jasmin Tiedke (9:45,5 min), Katrin Marx (8:46,3 min) belegte Gesamtplatz 3 bei den Mädchen und gewann die D-Schülerinnen in knapp verbesserter AK-Rekordzeit, ebenso Elisa Majeres bei den A-Schülerinnen (10:12,0 min). Beide laufen für den LV Merzig, der gleich 4 Vertreter/-innen unter den ersten 10 platzieren konnte. 

Denn auch mit Fabian Schon reihte sich ein weiterer Favorit auf einer für ihn nicht ungewohnten Position ein – Sieg für den 11-jährigen AK-Rekordhalter und amtierenden 2000 m-Bahn-Saarlandmeister in der M12 bei den Schülern C und Gesamtplatz 2 in 8:09,0 min. Noah Thösen (GS Orscholz, Schüler D, 8:49,1 min) und Josua Winter (SV Perl, Schüler B, 8:25,5 min) besetzten ebenfalls die obersten Stufen des Podiums in ihren Altersklassen.

Das Gesamtpodium bei den Jungs und Mädchen ergänzten der stark laufende, vereinslose Fabien Neisius sowie die zweimalige saarländische Schullaufmeisterin Jamina Holbach vom LV Merzig.

Der Lauf lag mit 52 Finishern in Bezug auf die Teilnehmerzahl exakt auf Vorjahresniveau, die Qualität v.a. in den jüngeren Jahrgängen jedoch erheblich darüber.

Die Schülerpodien:
1. Tinnes, Silvana               8:15,1 min                1. Marcel, Koltes      7:28,3 min
2. Holbach, Jamina             8:33,4 min                2. Fabien, Neisius    8:13,2 min
3. Katrin, Marx                    8:46,3 min                3. Josua, Winter      8:25,5 min 

Fünf Minuten vor dem Start der Schüler begann in ca. 3 km Luftlinie Entfernung unten im Tal am Fuße der Cloef  bei optimalen Wetterbedingungen (trockene 21° C bei geringer Luftfeuchte) das Abenteuer „1.Cloef-Mountain-Challenge“.

Etwa die Hälfte der Läufer hatte sich entschieden, den Shuttle-Service in Anspruch zu nehmen, der Rest bevorzugte den als WarmUp-Strecke ausgewiesenen idyllischen Waldlehrpfad, der hinab durch ein naturbelassenes Seitental zum Startplatz an der Saar führt. Dort angekommen hatten aber alle eines gemeinsam: Die Herausforderung vor Augen! 8,23 km mit 387 positiven Höhenmetern lang dauerte die Erfahrung, die alle Starter am Ende vor der gesetzten Zielschlusszeit meistern sollten. Davon aber fast 1,8 km anfangs topfeben, bleiben also gerade einmal 6,4 km zur Überwindung der gesamten Höhendifferenz.

Diese knapp 1,8 Anfangskilometer reichten, das Starterfeld ausreichend auseinander zu ziehen, bevor es dann gleich am Anfang in die härteste Rampe des Berglaufes ging: Die „Saarschleifensteige“, ein Anstieg mit 860 m Länge und rund 170 HM, fertig erklommen nach 2 Rechts- und 2 Linksserpentinen, bestrafte gleich zu Beginn mit seiner mittleren Steigung von ca. 20% den einen oder anderen vielleicht zu schnell angegangenen Läufer. 

Am Scheitelpunkt, rund 100 m nach dem mit > 40% Steigung steilsten Abschnitt hinter der letzten Serpentine, waren die Kräfteverhältnisse im vorderen Feld weitestgehend geklärt: Auf der anschließenden 360 m langen Flachpassage liefen mit dem 29jährigen Martin Schedler (Team Salomon) und Dennis Zimmer (20, LC Rehlingen) zwei der vier Topfavoriten schon um fast 60 m voraus. Es folgten Jonas Lehmann (21, TUS 06 Heltersberg), Vierter der Junioren bei den deutschen Berglaufmeisterschaften vom vergangenen Wochenende am Hochblauen in Müllheim und weitere 30 m danach Erik Theiß (36) von den Grojos LTF Elversberg. 

Am darauffolgenden nächsten Anstieg - der „Keuchinger Steige“ - dann schon vor der Hälfte des Rennens die Vorentscheidung: Dennis Zimmer konnte einer erneuten Tempoverschärfung Schedlers nicht mehr folgen und musste abreißen lassen. 

In der erweiterten Spitze konnte der spätere Achte des Gesamtklassements, Holger Salomon (39, LV Merzig), seinen guten fünften Rang vom Scheitelpunkt der Saarschleifensteige auch über die beiden folgenden Rampen behaupten: Über die „Keuchinger Steige“ (Passage IV über 550m mit +72HM) und die „Orscholzer Steige“ (Passage VI über 525 m mit 61HM) mit dazwischengeschalteter Bergab-Passage („Weiße Mark“ über 1240 m mit +4,5HM / -42HM) lief er noch alleine, musste aber dann in der welligen Passage VI hinüber nach Orscholz („Lutwinuswald“ über 1525 m mit + 24HM / - 46HM) auf leicht abschüssigen Terrain sein Verfolger-Duo passieren lassen. Dem Tempo der beiden heranstürmenden Bengt Leibrock (25, Grojos LTF Elversberg) und dem Trail- und Ultraspezialisten Christian Zimmer (30, LSG Schmelz-Hüttersdorf) konnte er nicht folgen.

Zwischen dem o. g. Führungsquartett  und diesen Dreien lief noch Cedric Schramm (34, Can-Tri Sarreguemines (F)) sein eigenes Rennen – Leibrock und Zimmer kamen zwar näher, zu mehr reichte es aber nicht mehr. 

Die achtköpfige Spitze sowie alle 93 folgenden Läufer erwartete dann beim Durchlauf über das Cloefplateau ein Gänsehauterlebnis der Extraklasse. Die beiden dort postierten Alphornbläser sorgten für eine berglaufgerechte Stimmung – wurden allerdings beim Durchlauf jedes Einzelnen gnadenlos durch ohrenbetäubenden Lärm der Zuschauer und der zahlreichen „mit eingespannten Tagestouristen“ am Aussichtspunkt übertönt – für den atemberaubenden Ausblick auf diesem Plateau hingegen hatte die Läufer kein Auge.

Rund 1400 m waren ab hier noch zurückzulegen (Passage VIII „Rund um die Cloef“), dabei zunächst wellig bis es 500 m vor dem Ziel den letzten Zielanstieg zu bewältigen gab. Der Rest ist bekannt: verstärkt durch die Schülerinnen und Schüler, die ihren Lauf zwischenzeitlich beendet hatten, gab es einen noch euphorischeren Empfang im Innenhof des Atriums als zuvor. 

Vorne blieb bis zuletzt Martin Schedler, der, wie er später zugab, im Moment des Zieleinlaufes froh gewesen sei, seine Sportsonnenbrille getragen zu haben – zu emotional war dieser Moment – hatte er doch selbst in den letzten Wochen und Monaten alles dafür getan, um mithelfen zu können, diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Besonders erstaunt und hoch erfreut waren die Verantwortlichen auch über die große Beteiligung in der Frauenklasse – hörte man im Vorfeld des Laufes doch immer Stimmen aus der weiblichen Läuferszene, die von „gewissen Ängsten“  im Zusammenhang mit dem Berglauf berichteten. Dass diese unbegründet waren, stellte das weibliche Läuferfeld tapfer unter Beweis. 

Ihr „Heimspiel“ an der Saarschleife entschied die Saarhölzbacherin Evelyn Thieser (36, vereinslos) in hervorragenden 41:07,0 min, keine 10 Sekunden vor der für die SV SchlauCom Saar05 startenden Heike Brücker-Boghossian (37). Ihr gelang es zwar, von Beginn an Blickkontakt zu halten, wirklich aufschließen konnte sie aber zu keinem Zeitpunkt. Daniela Bur (35) von der LG BSN finishte rund 2 Minuten später in 43:21,3 min als dritte Frau von insgesamt 19 Teilnehmerinnen. 

Die Seniorenklassen (M/W > 45) dominierten Manfred Kommenda (TV Lebach) und Birgit Bohr (Spriridon Hochwald e.V). Älteste Teilnehmerin war Ulla Groß von den Fri-Bi-Funrunners mit 57 Jahren, auch Urgestein Franz Feller (72) von der LTF Marpingen ließ sich dieses „Sahnehäubchen“ an der Saarschleife natürlich ebenfalls nicht entgehen. In der vorgesehenen Wertung der Jugendklasse ab 16 finishte niemand, was u. a. den Ausrichter wohl über eine Korrektur an der Altersklassenwertung nachdenken lassen wird. 

Die Berglaufpodien:
1. Schedler, Martin  32:53,2 min          1. Thieser, Evelyn                  41:07,0 min
2. Zimmer, Dennis   33:26,1 min           2. Brücker-Bogossian, Heike 41:16,5 min
3. Lehman, Jonas   33:35,1 min            3. Bur, Daniela                      43:21,3 min 

Es finishten insgesamt 102 Bergläufer – eine Zahl die für die Premiere mehr als stattlich zu bezeichnen ist.

O-Töne aus dem Ziel: „Der Lauf hat etwas Legendäres“ … „das hier ist heute schon Kult“ … „2 Verpflegungspunkte bei 8,23 km hättet ihr doch gar nicht einrichten brauchen und was man wollte: Waser, Iso“… „Was für eine Beschilderung der Strecke – doppelt und dreifach abgesichert und mit riesigem Aufwand präpariert“ … „Strecke hart aber schön...besonders die hinunter zum Einlaufen …“ 

Als wollte der Wettergott so viel Euphorie an diesem Tage dann doch nicht zulassen begann es pünktlich zu Beginn des eigentlichen, altbewährten 4. Internationalen Cloeflaufes zu regnen. Gestartet wurde um 17:50 Uhr der 10 km Hauptlauf. Zu absolvieren waren 2 Runden à 5 km, von denen die 10 Minuten später startenden Jedermänner „nur“ die erste in Angriff nehmen mussten.

„Nur“ ist vielleicht etwas untertrieben, denn dem Cloeflauf eilt der Ruf voraus, kein einfacher Wettkampf zu sein. Die Strecke ist wellig – auf der ersten Hälfte überwiegend bergab verlaufend, um dann im zweiten Teil recht anstrengend und teils „trailig“ aufwärts zu führen – eben kein „Schneller“ für die Hatz nach der vielzitierten „PB“, sondern ein Waldlauf durch weitgehend unberührte Natur. Der Regen machte die Angelegenheit dann natürlich nicht gerade einfacher. Tapfer wurde aber auch diese Hürde genommen – sowohl von den Läufern als auch von den an der Strecke verharrenden Zuschauern. Dennoch sank verständlicherweise das Stimmungsbarometer merklich. 

Dass die Siegerzeit beim Hauptlauf nicht an die des letzten Jahres herankommen konnte, war dann bei unwirtlichen Bedingungen und dem teilweise schweren und rutschigen Boden nicht verwunderlich. Die 35:43,7 min des Luxemburgers und ehemaligen Triathleten Thierry Hubsch (32, Roadrunners Echternach) sind unter diesem Gesichtspunkt mehr als bemerkenswert – stellen sie doch die drittschnellste Zeit dar, die hier je gelaufen wurde. Berechtigt die Frage, was bei besseren Bedingungen hier am Ende herausgekommen wäre. Es folgten Rainer Hauch (43) vom LSV Basel und Steve Hendriks (33, Roadrunners Echternach) – Das Podium beim „10er“ war also in diesem Jahr fest in „luxemburger Hand“. 

Bei den Frauen gelang es nur der Siegerin unter 45 Minuten zu bleiben. Susanne Trenz (41) von der SV SchlauCom Saar05 gewann vor der für die Can Sarreguemines startenden Daniela Schloemer-Betz (56). Auf dem dritten Rang folgte die 42jährige Bettina Britten-Greb vom DreamTeam Serrig, die wenig später noch einmal auf sich aufmerksam machen sollte. 

Die Podien des 10 km-Hauptlaufes:
1. Hubsch, Thierry  35:43,7 min        1. Trenz, Susanne                     44:47,6 min
2. Hauch Rainer      36:24,6 min        2. Schloemer-Betz, Daniela       49:01,8 min
3. Hendriks, Steve   36:52,6 min       3. Britten-Greb, Bettina             54:26,4 min

Oben auf dem Treppchen über die Kurzdistanz fand sich bei den Damen ein beim Cloeflauf altbekanntes Gesicht wieder. Denn die in Heidelberg wohnende, gebürtige Schwemlingerin und Streckenrekordhalterin auf der kurzen Distanz taucht regelmäßig zum Cloeflauf in der alten Heimat auf. Dahinter folgten über die 5 km Runde Tania Schaaf (38) und Lokalmatadorin Manuela Kettern (42) aus Orscholz.

Bei den Herren war fast klar, dass der Vorjahresstreckenrekord, aufgestellt vom amtierenden saarländischen Halbmarathonmeister Christian Quinten, heute wohl nicht fallen konnte. Dennoch muss eine Zeit unter 20 Minuten, wie vom Sieger Dirk Körner (37) von der LG Magic Runners Saarwellingen absolviert, auf dieser Strecke erst einmal gelaufen werden. Der Sieger von 2008 wies Philipp Bucheit (26, LG Oppen-Reimsbach) und Manuel Telle (28, Hofgut Serrig) in die Schranken.

Die Podien des 5 km-Reifen-Kiefer-Jedermannlaufes:
1. Körner, Dirk          19,43,9 min              1. Berardo, Sandra            24:22,2 min
2. Buchheit, Philipp   20:04,9 min              2. Schaaf, Tania                25:51,5 min
3. Telle, Manuel        20:40,2 min              3. Kettern, Manuela          27:28,2 min 

Der Sieg in der 3er-Teamwertung blieb in der Gemeinde: der Fitnesstreff Orscholz bewies, dass sich die Mühen der letzten Monate und „Sonderschichten“ lohnten und setzte sich gegen die Teams vom TriSport Saar-Hochwald und der Mannschaft der Grojos LTF Elversberg durch. 

Bzgl. der Zeitnahme waren den ganzen Tag über keinerlei Ungereimtheiten zu vernehmen – Wolfgang Kiefer mit seinem Meisterchip-Team leistete auch am Samstag wieder bei der diesmal sogar aus fünf Läufen innerhalb von drei Stunden bestehenden Veranstaltung eine reibungslose und stille Arbeit - ist es doch auch „seine“ Heimveranstaltung, zu deren Gelingen er Jahr für Jahr als geistiger Vater und mitverantwortliches Organisationsteammitglied mit enormem Engagement beiträgt.

Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Finisherzahlen des 5 km- (65 Starter anstatt 102) und 10km-Laufes (85 anstatt 94) etwas geringer aus – kein Wunder, hatte man sich doch durch den neuen Berglauf quasi Konkurrenz „ins eigene Nest“ gesetzt. Die Gesamtveranstaltung erlebte mit rund 360 Startern aber wiederum eine Steigerung. Die Saarschleife Touristik als Ausrichter um Thorsten Scholtes, Patrick Müller und deren Team sowie Dieter Schneider-Holbach und Wolfgang Kiefer, betraut mit der sportlichen Leitung, liegen also mit ihrem neuen Konzept voll im Trend. 

Dazu gehört auch das Novum, das im Gegensatz zu den Vorjahren der große Saal im Atrium mit seiner Bühne, der licht- und beschallungstechnisch auf hohem Niveau befindlichen Ausstattung und dem angenehmen Ambiente für das AfterRun-Programm genutzt wurde – eine weise Entscheidung, wie sich aufgrund des Wetterumschwungs während der Veranstaltung zeigte.

Der saarländische Rundfunk, der drei Stunden zuvor noch mit einem Kamerateam zum Dreh auf der Veranstaltung erschien, erfreute dann noch während der Siegerehrung die Läufergemeinschaft in Bild und Ton auf der Großleinwand des Atriums: diese wurde für die Berichterstattung im Fernsehen eigens unterbrochen – ein nettes „Schmankerl“, konnten die Bergläufer doch live im Fernsehen miterleben, was sie kurze Zeit zuvor noch selbst am Berg „verbrochen“ hatten.

Bleibt noch zu erwähnen, dass es bei „Grojos LTF Elversberg“ zum guten Ton gehört, außergewöhnliche Läufe mit außergewöhnlichen Maßnahmen zu zieren. So entschied man im Vorfeld, die vereinsinternen Meisterschaften bei diesem Event auszuführen und meldete gleich 31 Läufer – natürlich für den Berglauf und den darauffolgenden Hauptlauf. Ein verwegenes Vorhaben, mit dem sich wohl Joachim Groß, Leiter des LTs, sicher nicht bei allen Teilnehmern, v. a. in den unmittelbaren Nachmittagstunden des 12. Juni sehr beliebt gemacht hat. Nicht überliefert ist bisher, ob man ihm aber bereits tags darauf ob seiner kühnen Entscheidung aus Dankbarkeit für das unvergessliche Erlebnis huldigte und ihm die Vereinsführung auf Lebenszeit anbot.

Nach der Siegerehrung der Gesamt- und Altersklassensieger aller Läufe, in der v. a. beim Berglauf hochwertige Sachpreise in Form von Trail-Ausrüstungen eines der Hauptsponsoren des Events vergeben wurden, erfolgte noch die Verlosung lukrativer Sachpreise unter sämtlichen Teilnehmern aller Läufe. Darunter u. a. eine 5l-Magnum Flasche Rotwein (Château de Belcier, Jg. 2003), gestiftet vom Orscholzer Ortsvorsteher und kommissarisch amtierenden Bürgermeister der Gemeinde Mettlach, Herrn Hermann Kiefer, welcher die Läufer auch am Nachmittag schon per Startschuss gekonnt auf die Strecke schickte. 

Schnell stellte diese sich als Objekt der Begierde unter der Läuferschar heraus. Bettina Britten-Greb vom DreamTeam Serrig zeigte dabei nicht nur auf der Strecke ihre Qualitäten (10km – Gesamt 3.), sondern hatte auch noch Losglück. Bis in die späten Abendstunden saßen Etliche noch in gemütlicher Runde und ließen das außergewöhnliche Erlebnis dieses Tages immer und immer wieder Revue passieren.

„Schade, dass alles schon wieder vorbei ist und wir nun ein Jahr warten müssen bis zur nächsten Cloef-Mountain-Challenge“ meinte Martin Schedler, Sieger dieser Erstauflage der Cloef-Mountain-Challenge.

Ergebnisse unter www.meisterchip.de