DUV - Deutsche Ultramarathon Vereinigung
Rockie Mountain Lauf Rockenhausen

5. Heini-Langlotz-Lauf Brühl

[eingestellt am 20. März 2011]

Von: Saskia Helfenfinger-Jeck

Fotos: Dominique Helfenfinger

Früh übt sich! Start der männlichen Bambini

Sieger Gideon Kiplagat Kemboi bereits vor dem Start guten Mutes

Den obligatorischen Finger an die Startuhr. Los geht’s!

Startphase des 10-Kilometer-Laufes

Die Ruhe vor dem (An-)sturm. Computerfreaks bei der Zeitnahme unter sich

Das Führungsfahrad kurz vor dem Ziel

Mit der Startnummer 3 fliegt Gideon Kiplagat Kemboi zum Sieg

Luca Bongiovanni wird Zweiter.

Sven Perleth läuft auf Rang drei.

Dominik Burkhardt lief auf Rang vier und ist seinen Streckenrekord los.

Elegant dem Ziel entgegen.

Nochmals auf die Zähne beißen!

Es ist nicht mehr weit..

Siegerin Almuth Grüber läuft dem Ziel entgegen.

Immer ein Lächeln im Gesicht: Josefa Matheis, die Zweitplatzierte.

Konzentriert dem Ziel entgegen.

Auf den letzten Metern…

Daniela Kenty

Noch einmal alles geben…

Locker-flockig dem Ziel entgegen

Franzi Linne kurz vor dem Ziel.

Geschafft! Die Siegerfaust in die Höhe.

Gemeinsam Hand in Hand auf den letzen Metern.

Das passende Accessoire bei diesem Wetter: die Sonnenbrille.

Sprint auf den letzten Metern

Augen zu und durch

Schnell die Zeit einstoppen

Mit Sonnenhut und –brille dem Ziel entgegen

Das Haar weht im Wind

Groß und Klein Hand in Hand

Brühl oder Hawaii?!

Laufen macht Spaß!

Streckenrekord!

Brühl, 19. März 2011 - Auch wenn Steffi Graf nur noch selten in ihrer Heimatgemeinde Brühl vorbeischaut, so ist sie doch noch immer die bekannteste Vertreterin des 14.300 Einwohner starken Ortes im Herzen der Metropolregion Rhein-Neckar. Steffi Graf ist dort nach wie vor allgegenwärtig, obwohl Deutschlands beste Tennisspielerin aller Zeiten ihren Lebensmittelpunkt längst in die USA verlegt hat. Da gibt es in Brühl den Steffi-Graf-Park, den die Läufer des 5. Heini-Langlotz-Laufes je nach Disziplin – Bambinilauf, Brühl-Rohrhofer-Meile (3,33 km) oder 10 Kilometer-Hauptlauf – entweder direkt durchliefen oder zumindest tangierten. Nicht zuletzt rührte das von ihr konzipierte Fitnessstudio „Mrs. Sporty“, das inzwischen schon in vier Ländern, nämlich in Deutschland, Italien, Österreich und Schweiz ansässig ist – natürlich auch in Grafs Heimatort Brühl – am Sonntag kräftig die Werbetrommel und verteilte fleißig Müsliriegel an die weiblichen Teilnehmer. 

Streckenrekord bei den Männern, Rekordbeteiligung, geniales Wetter – Läuferherz, was wolltest du mehr? Die Organisatoren des Heini-Langlotz-Laufes, die beiden Vereine FV 1918 Brühl und SV Rohrhof 1921, verkündeten bereits in der letzten Woche mehr als 1000 Voranmeldungen in den verschiedenen Läufen. 589 Läufer überquerten dabei allein im Hauptlauf die Ziellinie. Es kam wohl viel Positives an diesem Wochenende zusammen. Für zahlreiche Sportler bot der Lauf den idealen Einstieg in die Saison. Nicht zuletzt hat der Heini-Langlotz-Lauf als Auftaktveranstaltung des Dreiländer-Laufcups Teilnehmer gewonnen. Neben Brühl kommen der Grünstadter Stadtlauf am 14. Mai, der 15. Brundtland Citylauf in Viernheim und der 32. Golfpark-Straßenlauf in Rot in die Wertung. Mindestens drei der vier Läufe müssen erfolgreich absolviert werden, um in die Wertung zu kommen.

Nach der fünften Auflage hat sich der Heini-Langlotz-Lauf in der Szene etabliert. Namensgeber Langlotz gilt als Vater der Brühler Leichtathletik, trainierte 40 Jahre lang die Leichtathleten der Ortschaft, gewann selbst unzählige Titel auf badischer Ebene und wurde sogar einmal Deutscher Mannschaftsmeister. 2006 verstarb der Träger des Bundesverdienstkreuzes nach langer Krankheit. Grund genug für die Brühler Sportler, einen Lauf ins Leben zur rufen, der nach „ihrem“ Heini benannt ist.  

Mit 70 Prozent Asphaltanteil und 30 Prozent Schotterwegen ist die Brühler Strecke recht schnell und da exakt und nach IAAF und DLV Richtlinien vermessen auch bestenlistenfähig. Nicht ohne Grund lag der Streckenrekord bei den Herren der Schöpfung bereits bei 31:56,49 Minuten, gehalten von Dominik Burkhardt (TuS Griesheim). Am Sonntag aber schickte sich einer an, den Rekord zu unterbieten: Gideon Kiplagat Kemboi, der Kenianer im Trikot der LG Badenova Nordschwarzwald. Kemboi, der zwischenzeitlich bei Laufkollege Christian Lenk im Schwarzwald lebte, ist in Deutschland kein Unbekannter. So gewann er beispielsweise im vergangenen Jahr den Dresdener Halbmarathon in 1:06,51 Stunde. Auf der Brühler Strecke ließ der 27-Jährige „schwarze Blitz“ nichts anbrennen und distanzierte die Konkurrenz, die im Übrigen „nicht von schlechten Eltern“ war bis ins Ziel um über eine Minute. 31:40,79 Minuten zeigte die Zeittafel am Ende für ihn an.

Zweiter hinter „Überflieger“ Kemboi wurde Luca Bongiovanni, ein alter Bekannter in der regionalen Straßenlaufszene. Ausgestattet mit einer Bestzeit von 31:42 Minuten setzte sich der Übersetzer aus Schriesheim, Mitglied des engelhorn sports Teams (ehemals Caps-Team), dieses Mal in 32:41,08 Minuten, vor Sven Perleth von Stimmel sports durch (33:27,93 Minuten). Als Mitglied der Halbmarathon-Mannschaft des TSV Ostheim gewann Perleth 2009 den Deutschen Meistertitel. Mit einem alkoholfreien Hefeweizen auf dem Shirt schrammte Jurist Burkhardt in 33:50,77 Minuten knapp am Treppchen vorbei und ist jetzt erst einmal seinen Streckenrekord los. 

Ähnlich klar wie bei den Herren gestaltete sich der Sieg bei den Frauen: Triathletin Almuth Grüber (engelhorn sports team). Die Mutter einer Tochter präsentierte sich so früh im Jahr bereits in Topform und lief in 36:57,72 Minuten einem überlegenen Sieg entgegen. „Zufrieden“, das Fazit zog die zweitplatzierte Josefa Matheis von der TSG Eisenberg. Die Zeit sei absolut in Ordnung, befand die sympathische Pfälzerin, die als Titelverteidigerin den Dreiländer-Laufcup fest im Visier hat. Im Frühjahr wird die 44-Jährige auf alle Fälle einen Halbmarathon in Angriff nehmen. Ein bisschen liebäugelt sie zudem mit dem MLP-Marathon Mannheim. Rang drei ging an Daniela Kenty (Team Exotenwald Weinheim) in 39:38,03 Minuten. 

Den Sieg in der Brühl-Rohrhofer Meile über 3,33 Kilometer sicherte sich Robert Jenkins (TSV 05 Rot) in 12:44,25 Minuten. Bei den Bambini überquerte Tim Detig nach 2:33,30 Minuten als Erster die Ziellinie. Schnellstes Mädchen war die Hockenheimerin Anna Janyska in 2:39,91 Minuten.

Veranstaltungsseite: http://www.heini-langlotz-lauf.de/


Marathon Deutsche Weinstraße 2012