Hier könnte Ihre Werbung stehen!
Kanzlei.org - laufend gut beraten
Hier könnte IHRE Werbung stehen!

7. Rißnertlauf in Karlsruhe-Rüppurr

[eingestellt am 21. März 2010]

Von: Gabi Gründling

auf die Bäume Ihr Affen, der Wald wird gefegt… bzw. vom Wasser befreit

Kuchen fast soweit das Auge blickt

Kommentar überflüssig

Simone Maissenbacher führte 3 km lang das Feld an

Der 11jährige Martin Neumann (76) gewinnt die Kinderwertung in 1:22:43 h

1. W35 Tina Rössner

2. W50 Regina Kastauer, dahinter 2. M60 Ingbert Schwarz

Hugo Rembor (160), 1.75 und ein bißchen zu dick angezogen

1. W50 Sabine Münch

Die 5er sind los

Siegerin 5 km Valerie Knopf

Dritte 5 km Claudia Wallfahrt

3 M10er über 5 km: Ramon und Ruben Schmidt sowie Alexander Schreiber

Sieger 5 km Frederik Unewisse

Zweiter 5 km Seffen Haak

Da lohnt sich das Duschen

Dritter 5 km Olivier Vollmer

1. W60 5 km Beritta Zeil, derzeit gequält vom Hallux valgus

Sieger 15 km Roman Schnider

Es wird wärmer – sofort ändern sich die Tätigkeiten im Zielbereich

Siegerin 15 km Simone Maissenbacher kommt mit Amos Brennecke ins Ziel. Lars Viehweg dahinter überholt noch

2. M40 Thomas Heckel

1. MHK Axel Büchler

1. M40 Peter Butzer

Dritter gesamt, 2. M35 Frank Pahlke

Zweiter gesamt, 1.M35 Maximilian Hrabowski

1. M50 Berthold Klotz

Letzter Läufer unter einer Stunde: 3. M40 Yasin Ikisivri

2. M50 Wolfgang Mohr

Auch wenn’s bei M65-Sieger Peter Lessing so aussieht: überspringen mußte man das Flatterband nicht

1. M55 Eduard Schneider

Eingefädelt: Uwe Gericke

Zweite Klaudia Schmieder

2. M55 Angelos Svarnas

Nach Michael Schorpp reißt das Feld erstmal ab

Jüngster Helfer bewacht die Lostrommel

Dritte Kerstin Hamma

Ihr sieht man die 75 nicht an: Erika Krüger

Der junge Mann hat sich wohl beim Laufen nicht voll verausgabt

Aus der kalten Hose in der Regenlücke zum Sieg

KA-Rüppurr, 21. März 2010 – Wenn man den Ortsnamen Rüppurr liest, denkt man nicht, daß dieser von “Rietburg” abgeleitet ist. 1103 wurde das badische Dorf gegründet und von den Pfauen von Rietburg regiert. Seit 1907 ist die 10.000-Seelen-Ansiedlung fest in Karlsruher Hand, gilt als gehobenes Wohngebiet. Hier gibt es vier Schulen, wovon drei, nämlich die Eichelgarten-Grundschule, die Realschule und das Max-Planck-Gymnasium mit seiner Sternwarte auf dem Dach “auf einem Haufen” zu finden sind. In der Eichelgarten-Sporthalle sind beim Rißnertlauf Startnummernausgabe sowie Umkleide/Duschen untergebracht. Von hier sind es etwa 200 m bis zum Start-Ziel-Bereich, dem Sportgelände des TuS Rüppurr.  

Der Start befindet sich auf dem Hauptweg vorm Sportheim. Von hier aus werden die Sportler in den Oberwald entlassen, der eingegrenzt wird von der B10, der sogeannten Südtangente im Norden, der A 5 im Osten und Süden und Dämmerstock beziehungsweise Rüppurr im Westen. Das benachbarte Waldstück ist es, das dem Lauf der TuS im Frühjahr seinen Namen gibt. Denn der Name “Oberwaldlauf” ist vergeben. Selber Verein, Herbsttermin, 10 km, intern anderer Verantwortlicher – das sind seine Eckdaten. Für den Rißnertlauf, der dieses Jahr seine 7. Austragung fand, zeichnet Ralf Borowski verantwortlich, selbst aktiver Läufer und daher auf der Höhe des Volkslaufgeschehens. 

Auf der Strecke gibt es lange Begegnungsstücke, nur zwei Schleifen trennen schnell auch optisch von langsam. Eine von ihnen führt um den Erlachsee, an dem sich viele, teils geschützte, Tier- und Pflanzenarten angesiedelt haben. Wer sich Zeit nimmt und lässt, kann hier zum Beispiel Pirole, Graureiher, Flußregenpfeifer, Krickenten und Reiherenten beobachten. 

Am kalendarischen Frühlingsanfang 2010 hatte Petrus tatsächlich ein Einsehen mit den Läufern. Hatte der Himmel frühmorgens noch seine Schleusen geöffnet, so brannte zum Start um 9.30 h die Sonne ordentlich vom blauen Himmel. Nur der heftige Wind erinnerte noch daran, daß die Wettervorhersage eigentlich schlechter war. Und der Bodenbelag im Wald war teilweise ordentlich matschig, im Ziel konnte man die unterschiedlichen Laufstile sehr schön am Verschmutzungsgrad der Läuferrückseiten analysieren. Als dann alles gelaufen war und das lustige Läufervölkchen sich im Inneren des Sportheims auf die Siegerehrung wartend mit Kuchen etc. labte, regnete es draußen plötzlich wieder Bindfäden, die nur wenig später wiederum der Sonne wichen. Der Winter schien unmittelbar in den April übergegangen zu sein. 

Nachdem die ersten 29 der insgesamt 329 15 km-Läufer das Sportgelände erreicht hatten, war der Läuferlindwurm erstmal abgeschnitten. Vom Zielbereich aus kann man die Strecke ca. 1 km weit einsehen – und man sah nichts. Minutenlang. Fast schien es, als ob jemand die Strecke gesperrt hätte. Ganz so schlimm war es nicht, aber die große Lücke hatte tatsächlich einen “technischen” Grund. Offenbar war eine Gruppe Läufer einem sich auslaufenden 5 km-Läufer gefolgt und hatte nicht auf die durchaus gut sichtbar vorhandene Streckenmarkierung geachtet, überlief einfach eine durchgezogene Sägespanlinie. Und da Läufer ein Volk von Lemmingen sind, begab sich ein guter Teil des ganzen Feldes auf denselben Irrweg. Der Umweg wird auf 500-800 m geschätzt, einige Richtigläufer konnten so doch relativ deutlich Plätze gut machen. Die meisten nahmen es gelassen bis belustigt auf, richtigen Ärger konnte man auf keinem Gesicht ablesen. Zu einer überlaufenen Linie kann ja nun auch wirklich kein Veranstalter etwas. Jedenfalls klafft in der Ergebnisliste zwischen 1:04:23 h und 1:08:35 h eine mehr als vier Minuten große Lücke. Das Ganze passierte zwischen Kilometer 13 und 14, also gar nicht weit vom Ziel entfernt.

 

Vom Start um 9.30 h weg hatte Simone Maissenbacher (LSG Karlsruhe), die Siegerin der Jahre 2008 und 2009, das Heft in die Hand genommen. Letztes Jahr war sie Vierte im Gesamteinlauf, in diesem Jahr führte sie das Feld bis km 3 komplett an. Und dann versagten ihr ihre Beine den Dienst. Und zwar nicht wegen überhöhten Tempos. Im Gegenteil, Maissenbacher fühlt sich zur Zeit topfit. Leider hat sie ziemlich mit bzw. gegen Krampfadern zu kämpfen, für den Sommer hat sie schon einen OP-Termin. Zur Zeit machen die Venenklappen ihr aber mehr Probleme, als ihr lieb sein kann. So wurde sie von ihren Mitläufern eingesammelt, kam am Ende als Achte und ungefährdete Siegerin des Frauenrennens nach 58:47 min ins Ziel. Weit entfernt von dem, was sie eigentlich zu laufen in der Lage ist. Ihre Siegeszeit vom vergangenen Jahr betrug 55:42 min. 

Als Ersten konnte Moderator Wolfgang Behr Simones Vereinskameraden Roman Schnider im Ziel begrüßen. Roman war mit seinem Sieg “aus der kalten Hose” mehr als zufrieden. Über Winter hatte er sehr wenig trainiert, weil er bei dem Wetter einfach keine Lust hatte. Momentan liegt er bei meistens drei Trainingseinheiten in der Woche. Der alte Ehrgeiz des Schweizers hat sich zur Zeit schlafen gelegt, er läuft einfach zum Spaß, das aber auf sehr hohem Niveau. “Wer weiß, vielleicht erwacht ja jetzt auch mein Ehrgeiz wieder”, meinte er lachend. Pläne für die Saison 2010? Keine! Zumindest keine sportlichen. Aber am 26. Juni wird er seine Freundin heiraten. 

Die LSG Karlsruhe ist beim Rißnertlauf traditionell sehr stark vertreten. Fast könnte man von inoffiziellen Vereinsmeisterschaften sprechen. Unter den ersten zehn Einlaufenden beim 15 km-Lauf waren fünf LSGler, zwei weitere folgten auf den Plätzen 14 und 16. Klar, daß auch viele Altersklassenplatzierungen in den LSG-Reihen angesiedelt sind. 

Bei den Männern landeten die LSGler gar einen Doppelsieg, den Roman Schnider folgte Maximilian Hraboswki ins Ziel. Roman war von km 3 bis 5 bei Simone Maissenbacher geblieben, dann bis km 8 mit Hraboswki gelaufen und setzte sich auf den letzten beiden Kilometern von diesem ab. Nach 54:59 min blieb die Uhr für Schnider stehen, sie mußte 1:28 min weiterlaufen, bis sie sich für Hraboswki zur Ruhe stoppen lassen konnte. Dritter im Zielkanal war Frank Pählke von den Karlsruher Lemmingen nach 57:13 min. 

Auch die zwei Frauen hinter Simone Maissenbacher kamen aus Karlsruhe. Klaudia Schmieder (1:09:52 h) läuft allerdings für den LT Karlsruhe, Kerstin Hamma (1:11:55 h) für den LT Ettlingen. 

Bemerkenswert waren einmal mehr die Läufer der höheren Altersklassen, allen voran Peter Lessing. Der Önsbacher, der im letzten Jahr in der M65 unterwegs ist, kam auf Platz 18 ins Ziel. Mit 1:02:04 h war er nicht sonderlich zufrieden, meint aber, sich damit abfinden zu müssen, daß er momentan über 10 km jedes Jahr eine Minute verliert. Der schnellste M60er, Edwin Müller (TB Wilferdingen) lief 1:10:44 h. Auch der Zweite diese Altersklasse wollte eigentlich eine 1:10 h laufen, verfehlte sein Ziel aber mit 1:11:46 h: Ingbert Schwarz wechselt 2011 in die M65 und dann will er’s nochmal wissen. Lief er 2009 beim Berlin-Marathon noch 3:30 h, hat er sich diese Zeit auch für 2011 wieder vorgenommen. Der Berlin-Marathon ist immer sein Jahreshöhepunkt und er hofft, sich dort noch lange unter die zahlreichen Läufer mischen zu können. Der Sieg in der M70 ging in 1:15:47 h weg, Reinhold Russ kommt ebenfalls vom LT Ettlingen, also aus der unmittelbaren Rüppurr-Nachbarschaft. 

Neben dem 15 km-Lauf gibt es auch noch einen 5er für Läufer und Walker. Gestartet wurde um 9.40 h. 127 Namen zieren die Ergebnisliste. Ganz oben findet man Frederik Unewisse vom Ettlinger SV, der nach 16:41 min seinen “Sonntagsdienst” erledigt hatte. 10 Sekunden länger brauchte Steffen Haak, ein Karlsruher Lemming. Ihm folgte der rote Schopf von Olivier Vollmer (ANA Lauterbourg AC) in 17:36 min. Die erste Frau machte das Dutzend im Zielkanal voll. Sie kommt, fast nicht verwunderlich, ebenfalls von der LSG Karlsruhe. Valerie Knopf, die den 5er auch 2009 schon für sich entscheiden konnte, absolvierte vor ihrer Haustür ihre letzte Tempoeinheit vorm Freiburg-Marathon am kommenden Wochenende. Sie konnte sich den Luxus gönnen, unter die heimische Dusche zu hüpfen, denn sie wohnt in Rüppurr. 

Zwischen sie und ihre Vereinskameradin Claudia Wollfahrt (20:45 min) schlüpfte noch Heike Hensel aus Ottersweiler, die mit 20:39 min gestoppt wurde. Beim 5er waren keine Altersklassen ausgeschrieben.

Aufgrund des langen Winters war der Rißnertlauf für viele der erste Wettkampf 2010. Klaus Kistner (LG Rülzheim) stand dieses Jahr genauso zum ersten Mal am Start wie M50-Sieger Berthold Klotz (LSG Karlsruhe). Auch W50-Siegerin Sabine Münch hat eine fünfwöchige Laufpause hinter sich. Allerdings hat sie auch einen guten Grund, denn sie besuchte ihre Schwester in Chile und hatte vor lauter Programm gar keine Zeit für ihre Laufschuhe. 

Veranstaltungsseite mit Ergebnissen: www.tus-rueppurr.de