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Matheis, Josefa

[eingestellt am 02. März 2009]

Von: Gabi Gründling

Zierliche Eisenbergerin ganz groß

Josefa Matheis im August 2008

Josefa Matheis im August 2008

Das muß Josefa Matheis erstmal jemand nachmachen: innerhalb von nur fünf Wochen wurde die Jung-Mutter Pfalzmeisterin über Halbmarathon, über 10 km und Zweite beim Halbmarathon Deutsche Weinstraße. Brauchte sie 1999 nach der Geburt von Sohn Fabio noch eineinhalb Jahre, um einigermaßen wieder an ihre alte Form heranzulaufen, lief es im wahrsten Wortsinn beim zweiten Kind besser. Im August 2007 wurde Wunschkind Elena geboren, im Oktober kam die zierliche Läuferin aus Eisenberg mit nur wenigen Laufeinheiten schon wieder nach 44 min über 10 km ins Ziel. Von da an ging es stetig bergauf. “Beim Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl Anfang Dezember lief es schon wieder sehr gut” zeigt sie sich zufrieden mit dem Formaufbau. Ihr Lieblingslauf, der Marathon Deutsche Weinstraße, kam für die vollen 42,195 km noch zu früh, deshalb begnügte sie sich mit der Hälfte und bereitet sich nun auf die Deutschen Marathonmeisterschaften am 04. Mai in Mainz vor. An ihre Marathonbestzeit von 2:50 h mag sie zwar noch nicht wieder denken, aber mit 2:59:59 h oder weniger möchte sie das Ziel vor der Rheingoldhalle schon erreichen.  

Viel trainiert sie dafür nicht. 60-70 km pro Woche, mehr kommt nicht zusammen. “Schreib’ lieber 60, das ist ehrlicher” lacht die knapp 42jährige. Länger als 2 h am Stück läuft sie dabei selten. Allerdings ist sie fest davon überzeugt, dass sie, ohne Trainingsplan und Pulsmesser trainierend, genau die richtige Mischung aus Tempoeinheiten und langsamen Läufen gefunden hat. Die Tempohärte holt sie sich in der Regel bei Wettkämpfen am Wochenende, kürzlich war sie das erste Mal seit fast 2 Jahren wieder auf der Bahn zum Intervalltraining. Die langen Einheiten absolviert sie gerne mit Freundinnen, die alle zwischen 10 und 15 min langsamer sind als sie – auf 10 km, nicht auf Marathon.  

Momentan muß die Bürokauffrau, die in der Elternzeit rund 12 h im Monat bei ihrem Arbeitgeber, der Eisengießerei Gebr. Gienath, der sie auch hin und wieder mal sponsort, im Einsatz ist, ihr Training noch danach einrichten, dass beide Kinder “unter” sind. Das wird jetzt leichter, denn Elena hat ihren ersten Ausflug im Babyjogger hinter sich und es hat ihr nach mütterlicher Einschätzung viel Spaß gemacht. Dann kann sie auch wieder mehr mit Mann Ralf, der in der JVA Frankenthal im Zweischichtbetrieb arbeitet, trainieren. 

“Am kommenden Samstag laufe ich mal wieder auf der Bahn” fügt sie am Ende unseres Gesprächs noch hinzu. Aber nicht bei irgendeinem Wettkampf, sondern bei den Pfalz- und Rheinland-Pfalz-Meisterschaften mit Senioren-Pfalzmeisterschaften in Bad Dürkheim. 10.000 m stehen auf ihrem Programm. Vielleicht kann sie ja ihren ungezählten Pfalzmeistertiteln noch einen hinzufügen.

für die Rheinpfalz Ende April 2008

Am darauffolgenden Wochenende wurde Josefa Rheinland-Pfalz-Meisterin über 10.000 m, Anfang Mai 2008 wurde sie in Mainz Deutsche Marathonmeisterin in der W40 - in 2:55:24 h.

Update Dezember 2009: 2009 war ein gutes Laufjahr für Josefa. So verbesserte sie ihre Marathonbestzeit in Mainz auf 2:50:20 h und wurde Zweite im Pfälzer Berglaufpokal, obwohl sie erklärtermaßen eher keine Berglaufliebhaberin ist.


19. Ludwigshafener Stadtlauf
Swiss City Marathon Luzern