Hier könnte Ihre Werbung stehen!
Kanzlei.org - laufend gut beraten
Nikolauslauf Tübingen

8. Marathon Deutsche Weinstraße - der Halbmarathon

[eingestellt am 22. April 2012]

By: Saskia Helfenfinger-Jeck

Fotos: Dominique Helfenfinger

Tierische Begleiter beim 8. Marathon Deutsche Weinstraße

Führungsfahrräder

Die Polizei, dein Freund und Helfer – auch beim Marathon

Der blaue Sack

Josefa Matheis (TSG Eisenberg) in Silber gehüllt. Ein Omen…

Florian Hetzler (TV Bad Bergazabern) beim Start ganz vorn

Josefa Matheis hat jetzt nur noch 21 km vor sich

-

-

Isabella Bernhard (TSG Maxdorf) mit Trainingskollege Martin Langlotz

Noch guter Dinge

In Gedanken versunken: Andreas Rumpf

Pink Ladies

Fréderic Schilling als cremiger Franzose

Was annerschdwo als Blumevas des is bei uns ä Dubbeglas!

Die Belohnung für die Strapazen

Halbmarathon-Sieger Dickson Kurui aus Kenia

Tief durchatmen muss auch der Sieger

Bester Deutscher: Matthias Hecktor (TUS Heltersberg)

Dritter: Sebastian Harz

Siegerin im Halbmarathon: Gladys Kiprotich

Lachend finisht Josefa Matheis als Zweite

Die Polin Wioletta Uryga kommt als Dritte ins Ziel

-

Blick auf die Uhr

Lokalmatador Alf Matuschak (LLG Wonnegau)

Das tut weh!

Eva Katz aus Hatzenbühl freut sich über Platz vier

-

Gemeinsam mit der kleinen Tochter ins Ziel

Ferenc Zsoldos von „Die weißen Kenianer“

Gemeinsam im Ziel

Oldie but Goldie

-

Einfach nur glücklich

-

-

-

Mit Sack und Pack dem Ziel entgegen

Wuff, wuff – tierischer Pacemaker oder wer zieht hier wen?

Füßlinge

In Rosa auf dem Weg nach Bockenheim

Victory

Die Kamera im Blick

-

-

André Kossmann läuft locker

-

Josefa Matheis und Matthias Hecktor jagen den Kenia-Express

Bockenheim 22. April 2012 - „Course record?“wollte Gladys Kiprotich aus Kenia direkt nach ihrem Halbmarathon-Sieg am Sonntag an der Deutschen Weinstraße wissen. Ja, sie hatte es geschafft. In 1:17:07 h war sie über eine Minute schneller als ihre Landsfrau Veronica Cheboi (1:18:18 h) vor zwei Jahren. Die 22-Jährige strahlte über beide Ohren, zeigte ihr schönstes Zahnpastalächeln.

Kurz zuvor stockte Moderator Jochen „Vanman“ Heringhaus der Atem, verschlug es kurzzeitig die Stimme, als Gladys Kiprotich 200 Meter vor dem Ziel die Bremse reinhaute und stehen blieb. Was war geschehen? Ein Krampf, vielleicht ein Muskelfaserriss oder musste sie ihrem hohen Tempo schlicht Tribut zollen? Hinter der Ziellinie gab die Afrikanerin Entwarnung. „Ich wollte nur mal einen Blick auf die Uhr werfen und habe deshalb mein Tempo reduziert. Keine Verletzung!“ Die coupierte Strecke mit Start und Ziel am Bockenheimer „Haus der Deutschen Weinstraße“ über Asselheim, Grünstadt, Sausenheim, Kleinkarlbach und wieder zurück machte ihr überhaupt nichts aus. Ganz im Gegenteil: „Eine toller Lauf“, befand sie. Einzig die Kälte und der Wind bereiteten ihr bei ihrem Alleingang Probleme. Magere acht Grad ließen die sonnenverwöhnte Kenianerin dann doch etwas frösteln und so ging es nach dem Lauf schnurstracks zur bereitgelegten Laufkleidung. Gladys Kiprotich, ausgestattet mit Bestzeiten über 10.000 Meter von 33:10 min und im Halbmarathon von 1:13:09 h, wurde im Vorfeld als Top-Favoritin gehandelt und erfüllte alle in sie gesetzten Erwartungen.

Auch Lokalmatadorin Josefa Matheis, Dritte des Weinstraßenmarathons 2010 und vor einer Woche zum zweiten Mal in Folge Deutsche Halbmarathonmeisterin in der W45 (1:21:59 h) geworden, wurde im Vorfeld einiges zugetraut. Vor dem Startschuss um 10 Uhr hatte sie sich in knisternde Silberfolie eingepackt, um nicht auszukühlen. Ein Omen! Nach 1:23:25 h gab es nämlich Silber für die zierliche Läuferin. Als Zweite des Frauenfeldes war sie nicht nur beste Pfälzerin, sondern auch schnellste Deutsche, ja sogar erste Europäerin, denn die Polin Wioletta Uryga „hatte ich an der steilen Rampe abgeschüttelt“, erklärte die Eisenbergerin. Als Josefa Matheis den Turbo zündete, blieb die Vierte des Posen Marathons 2009 quasi stehen. Zwischenzeitlich suchte sie dann Windschatten, fand ihn aber lange Zeit nicht. Ehemann Ralf konnte da auch nicht helfen, kam er doch erst mit einiger Verspätung hinter ihr ins Ziel. So musste vorübergehend der Schifferstadter Willi Jung aushelfen. „Mit der Zeit bin ich sehr, sehr zufrieden“, urteilte sie und hat den nächsten Halbmarathon bereits im Visier. Am 12. Mai will sie beim MLP Marathon Mannheim Rhein-Neckar angreifen, dann voraussichtlich auf der erstmals angebotenen Strecke in Ludwigshafen. Wioletta Uryga wurde Dritte in 1:25:18 h. Auch Platz vier blieb in der Pfalz: Eva Katz aus Hatzenbühl, Siegerin des Pfälzer Berglaufpokals und des Rheinzaberner Halbmarathons, kam nach 1:27:42 h in Bockenheim an.

Bei den Männern war es zumindest auf der zweiten Streckenhälfte eine „One-Man-Show“ des Dickson Kurui aus Kenia. Berglaufspezialist Matthias Hecktor (TuS 06 Heltersberg) bot Kurui lange Zeit Paroli: „Wir sind quasi die ersten elf Kilometer zusammen gelaufen“, schilderte Hecktor, in der Vergangenheit bereits Sieger des Pfälzer Berglaufpokals und Pfalzberglauf-Meister. Er habe einen Platz unter den ersten Drei angepeilt. „Damit hatte ich schon gerechnet“, sagte er und hatte ebenso wie Sieger Kurui und all die anderen Marathonis und Halbmarathonläufer mit dem Wind zu kämpfen. „Das war stellenweise schon ganz schön hart“, bekannte Hecktor. In Anbetracht der Tatsache, dass der Pfälzer erst vor ein paar Tagen aus dem Trainingslager aus Mallorca zurückkehrte, in dem er jede Menge Radkilometer „gefressen“ hat, zeigte er sich mit seiner Zeit von 1:11:58 h mehr als zufrieden. Nächstes Highlight im Terminkalender des Matthias Hecktor: der Matterhorn Berglauf.

„Okay“, so urteilte Kurui nach seinem Erfolg an der Weinstraße: In 1:09:30 h verfehlte er zwar den Streckenrekord von Vasiliy Remshuck aus der Ukraine (1:08:48 h), war aber dennoch sichtlich zufrieden und schien auch nicht so, als habe er sich völlig verausgabt. „Ich bin sehr viel alleine gelaufen. Vor allem das kalte Wetter hat mir zu schaffen gemacht“, bekannte er. Dass Kurui noch viel schneller unterwegs sein kann, bewies er vor etwas mehr als einem Monat beim Frankfurter Halbmarathon, als er in 1:05:29 h einen neuen Streckenrekord aufstellte.

In das Feld der Halbmarathonis hatten sich so einige Prominente eingeschlichen. So beendete beispielsweise Hockey-Rekordnationalspieler und Olympiasieger Christian Mayerhöfer vom Dürkheimer HC das Rennen nach 1:38:15 h. Selbst die ehemalige Weltklasse-Athletin Katrin Dörre-Heinig (u.a. dreimalige Teilnahme an Olympischen Spielen, Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988 und drei Siege beim London-Marathon), vor einer Woche in 1:20:41 h erst Deutsche Meisterin in der W50 geworden, ließ es sich nicht nehmen, locker mitzulaufen und in 1:47:58 h zu finishen. Laufbekleidungshersteller André Kossmann, bei den Deutschen Meisterschaften mit der M50-Mannschaft des TV Rheinau im hessischen Griesheim siegreich, lief locker im Hauptfeld mit.


Ergebnisse: www.marathon-deutsche-weinstrasse.de

Die Kinderläufe am Samstag


Kossmann Laufdesign