Kanzlei.org - laufend gut beraten
Hier könnte IHRE Werbung stehen!

8. Marathon Deutsche Weinstraße - der Marathon

[eingestellt am 22. April 2012]

Von: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling

ausgangs Weisenheim, bei km 13,5, waren Charles Torotich und Vitaly Jashchlik

der Kenianer nimmt dem Konkurrenten auf den kommenden 28 km gut zwei Minuten ab

Martin Schönberger wird am Ende Vierter, seine zweite Hälfte war neun Minuten langsamer als die erste

1. M40 Bernard Buffet

3. M45 Thomas Dehaut

In Weisenheim war die Kenianerin Prisca Kiprono noch führend

3. M30 Lars Plessmann

In Weisenheim hatte Eve Rauschenberg noch einen ordentlichen Rückstand auf die Kenianerin

3. M40 Tobias Behle

Bernhard Joa: hoch die Tassen

Gernot Helferich (in lila) und Bernhard Matthäss

Erstmal abkippen, damit man trinken kann

Skeptisch?!: Stefan Malo

Ex und hopp

Zuschauer beim Brötchenholen sehen die Vierte Dorothea Falkenstein und ihren „Harem“

Die Neustädterin wird 1. W40

Webmaster der TSG Eisenberg Claus-Werner Burkard

Akrobatikeinlage

Nordhessin in der Vorderpfalz: Sandra Ricke aus Korbach

Bernd Juckel (886), schnellster 100 km-Läufer jenseits der 60 weltweit

Wasseeeerrrrrr!

Udo Lutz sucht die Zuschauerreihen ab

1. W45 Christiane Buxton

2. W35 Bianca Kramer bei ihrem ersten Marathon

Timo Rokitta reicht 3. W20 Marie-Charlotte Fischer das Wasser

Sebastian Weisbrodt läuft in seinem Heimatort Weisenheim den 14. Km für die Winzerstaffel

Isabella Bernhard und Martin Langlotz beim Simultangreifen

3. W40 Beate Marhöfer-Moskopp

Gerhard Petermann, neuer Chef des Bottwartalmarathons

Isabell Tardiveau und Laurent Carouge aus Frankreich

Hinauf auf die Leistadter Höhe

Weisenheim im Rücken geht’s bergan

Stammgäste aus der Schweiz: Daniela Nusseck und Cecil Danao (2. W50)

Liebt es bunt: Kathrin Schramm

1. W50 Silvia Rusche

Lauftickerer Martin Rudolph

In grün: LEO-Geschäftsführer Michael Dostal auf dem Weg zu neuer pers. Bestzeit

Laufen, wo andere Urlaub machen: die Karwane verlässt Weisenheim am Berg, im Hintergrund auf dem Berg Battenberg

6. W50 Gisela Kipper, 8. W50 Ruth Neubert und dazwischen 1. M70 Franz Feller

Wer da wohl einen Witz erzählt hat?

3. M70 Friedrich Hinkel (in rot)

Der Blick nach links serviert einen tollen Ausblick über die Rheinebene

Zwischen Kallstadt und Herxheim geht’s sogar mal ein Stück bergab

2. M45 Stefan Hinze

1. M45 und schnellster Pfälzer: Hans-Jörg Dörr

Bester Landkreisläufer Christian Dörr

Siegerin Eve Rauschenberg und Zweite Prisca Kiprono bei km 29 noch Seite an Seite

Zwei, die beißen: Christian Martin und Dirk Karl

Peter Bog auf dem Weg nach Herxheim

Dritte Elissa Ballas

Kallstadt im Rücken – hier kann man ganz gut erkennen, wie viele Höhenmeter zwischen Kallstadt und Herxheim liegen (müssen)

Wolkenspiele

Fünfte Andrea Groch

Fast 29 km geschafft

2. W45 Angelika Alt

Herxheim gleich erreicht

Karin Augsten hat einen Römer im Rücken

2. W20 Sarah Wolter-Roessler (259) mit ihrem Mann, Transeuropaläufer Tom Wolter-Roessler

Petra Marton und Udo Nachtigal haben Spaß

Kein Retro-Runner, der junge Mann wollte seine Rückenaufschrift sichtbar machen

1. M65 Dirk Boesler

Frederic Schilling

Oder doch eher „bei uns geht’s“?

Jens Vieler begleitet Sabine Plattke bei ihrem Marathondebut

Der Herxheimer Tobias Holz (links) steuert auf seinen Heimatort zu

Sandra Wehowsky wird von Mama Sigrid über den ersten Marathon begleitet

1. M75 Ludwig Mesel

Richtung Kirchheim

Die Herxheimer Weinprinzessin Tanja I wartet auf ihren Staffeleinsatz

Die letzten Zuschauermohikaner in Herxheim

The End

Von alten Hasen und jungen Hüpfern

Bockenheim, 22. April 2012 - Die Deutsche Weinstraße ist knapp zwei Marathons lang. Sie reicht vom Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze nach Wissembourg bis zum Haus der Deutschen Weinstraße in  Bockenheim an der „innerdeutschen Grenze“ nach Rheinhessen. Die Pfalz wird auch schon mal als „Toskana Deutschlands“ bezeichnet – ob ihres warmen Klimas. So konnten auch viele Gäste, die an diesem vorletzten Aprilwochenende nach Bockenheim und Umgebung reisten, feststellen, wie viel weiter die Vegetation ist als bei ihnen zuhause. Dabei war die berühmte Mandelblüte schon wieder Geschichte. Eigentlich ist der angestammte Termin des Marathons Deutsche Weinstraße, der in diesem Jahr zum achten Mal von der Kreisverwaltung Bad Dürkheim organisiert wurde, das erste Aprilwochenende. Da dieses aber in diesem Jahr von Ostern blockiert war, mußte man nach hinten ausweichen. Was es mit sich brachte, daß auch die Konkurrenz an Marathonveranstaltungen noch größer war. 

Dennoch fanden insgesamt 2.690 SportlerInnen den Weg vom Start zum Ziel über die beiden am Sonntag angebotenen Distanzen. Traditionell war der Halbmarathon deutlich stärker besetzt, die 21,1 km absolvierten insgesamt 1331 Männer und 630 Frauen. Über die Marathondistanz waren es 604 Männer und 125 Frauen, die die große Runde zwischen Bockenheim und Bad Dürkheim unter die Füsse nahmen – AussteigerInnen nicht mitgezählt. Inklusive einiger gemeldeter Marathonis, die nur die Halbmarathondistanz in Angriff nahmen. An der Weiche bei Kleinkarlbach konnte man sich umentscheiden und direkt den Heimweg zum Haus der Deutschen Weinstraße antreten. Da der Halbmarathon schon knapp zwei Monate vor der Veranstaltung ausgebucht war, hatten sich einige Läufer ganz gezielt noch eine Marathonstartnummer gekauft, um den Halbmarathon mitlaufen zu können. 

Natürlich ist die Veranstaltung für die vielen Pfälzer Läufer attraktiv, zumal der Weinstraßenmarathon nur alle zwei Jahre im Volkslaufkalender zu finden ist. Es kommen aber auch immer sehr viele Lauftouristen in die Vorderpfalz. In diesem Jahr war eine bemerkenswert große zusammenhängende Gruppe aus Frankreich angereist, traditionell finden immer wieder viele Schweizer den Weg nach Bockenheim und Schweden wurden in diesem Jahr auch einige gesichtet. Paul Rathborne auf Männer-Einlaufplatz 258 kam aus London aufs Festland, eigentlich ist er aber sogar Australier. Die australische Flagge hatte er daher auch  deutlich sichtbar vorne auf sein Shirt geheftet. 

Bockenheim, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Frankfurter Stadtteil, hat etwas mehr als 2.000 Einwohner, man kann sich vorstellen, daß eine Veranstaltung wie der Weinstraßenmarathon so ein Dorf an seine Grenzen bringt. Die Anreise der Läufer ist aber sehr gut gelöst. Aus Richtung Bad Dürkheim und A6 kommend werden die Sportler zum Parkplatz am großen Globus-Markt in Grünstadt geleitet und von dort zum Teil im Fünfminutentakt die die paar Kilometer zum Start gebracht. Auf der anderen Seite ist von Monsheim aus ein Shuttleservice eingerichtet. So bleibt der große Verkehrskollaps in Bockenheim aus. 

Das Busfahren auf der Weinstraße kann man übrigens am Samstagnachmittag schon mal üben, denn um 14 Uhr, um 16 Uhr und um 18 Uhr gibt es kostenlose Streckenbesichtigungsfahrten, die von Fremdenführern begleitet werden, die den Sportlern und ihren Familien auch noch geschichtliche, geologische und geographische Informationen zu der Gegend, in der manche Menschen leben dürfen und andere nur Urlaub machen, nahe bringen. 

Das Wetter war zwar schon besser beim Weinstraßenmarathon, aber es war, z.B vor vier Jahren, auch schon deutlich schlechter. In diesem Jahr wartete Petrus mit echtem Aprilwetter auf, Schauer- und Sonnenphasen wechselten sich in schöner Unregelmäßigkeit ab. Viele Läufer hatten aber merkwürdigerweise das Glück, immer nur unter blauem Himmel zu laufen, die Regenwolken waren stets vor oder hinter, nie aber über ihnen. 

Die zweite Deutsche, die jemals den Weinstraßenmarathon gewinnen konnte, war in diesem Jahr Eve Rauschenberg. Der Hasslocherin gelang es bereits zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn, auf den letzten Kilometern eine kenianische Konkurrentin auf den zweiten Platz zu verweisen. Zuletzt hatte sie das im September 2010 beim Baden-Marathon in Karlsruhe geschafft. An der Weinstraße, quasi ihrem Heimatrennen, sah sie Prisca Kiprono zum ersten Mal ungefähr bei km 15 vor sich, das war in Leistadt. Den Annaberg runter nach Bad Dürkheim konnte sie es so richtig laufen lassen und kam der Kenianerin immer näher. Von km 23 bis km 37  hatte der Führungsradfahrer beide Frauen hinter sich, in ihrer Begleitung lief auch noch der Friedelsheimer Christian Dörr, der Eve Rauschenberg ungeplant den ganzen Marathon über Gesellschaft leistete. Das hatte sich vom Start weg so ergeben und wurde für beide zur Win-Win-Situation. Bei km 37 dachte sich Rauschenberg „Jetzt oder nie“ und fing an, sich von der Konkurrentin abzusetzen. Während des gesamten Rennens schaute sie nicht ein Mal auf die Uhr, lief einfach konzentriert ihr Rennen. Nach 2:51:28 h wurde sie von VanMan Jochen Heringhaus in Bockenheim begrüßt, sie hatte Kirpono auf den letzten fünf Kilometern noch fast zwei Minuten abgenommen, die Kenianerin ist in der Ergebnisliste mit 2:53:11 h verzeichnet. Da Eve eine auf einer flachen Strecke gelaufene Marathonbestzeit von 2:49 h hat, ist ihre Leistung auf der welligen Runde mit immerhin deutlich über 400 Höhenmetern gar nicht hoch genug einzuschätzen – weshalb ich bei meiner Reportage auch entgegen den Gepflogenheiten mit dem Frauenrennen anfange. 

Auch der dritte Platz ging noch mit unter drei Stunden weg. Elissa Ballas lief nach 2:59:36 h über die piepsende Zielmatte. Selbst Kenner der Volkslaufszene dürften die Amerikanerin kaum auf dem Radar gehabt haben. Die Ärztin ist erst seit einigen Monaten in Kaiserslautern stationiert und verblüffte und überraschte schon Ende Januar beim 50 km-Lauf im südhessischen Rodgau die Konkurrenz und die sachkundigen Beobachter mit ihrem Sieg. Die wellige Strecke in der Vorderpfalz gefiel ihr gut. Sie war zwar schon mal in Bad Dürkheim – aber vergangenen September zum berühmten Wurstmarkt, dem größten Weinfest der Welt und nicht zum Laufen. 

Die weiteren Geldränge gingen an Dorothea Falkenstein (TV Maikammer, 3:11:02 h), die in der Vorwoche noch bei der Dt. Meisterschaft im Halbmarathon am Start war und mit 1:27:23 h nur knapp an ihrer Bestzeit vorbeischrammte und Andrea Groch (TSG Kaiserslautern). Der 3. W30 war’s zwar ein bißchen peinlich, daß sie mit ihrer neuen persönlichen Bestzeit von 3:20:37 h Gesamt-Fünfte wurde, wäre doch die Konkurrenz nicht so stark gewesen. Aber es ist wie immer: wer nicht antritt, kann nicht gewinnen und so genoß sie das volle Festzelt und die Stimmung bei der Siegerehrung doch sichtlich. So ein Ambiente erlebt man schließlich selten. 

Um auch den local heroes bei hoher ausländischer Beteiligung noch einen Bonus zukommen zu lassen, gibt es an der Weinstraße auch noch einen Geldpreis für den/die besten PfälzerIn und den/die beste/n LäuferIn aus dem Landkreis Bad Dürkheim. Das alles war Eve Rauschenberg dieses Jahr in Personalunion. 

Hinter Eve Rauschenberg wurde Bianca Kramer 2. W35. Die quirlige Bellheimerin mit Wohnsitz in Ludwigshafen hatte sich ausgerechnet den profilierten Weinstraßenmarathon für ihr Debut ausgesucht. Ursprünglich kommt sie vom Radfahren, schaffte es schon bis auf 13.000 Rennradkilometer in einem Jahr. Nun hat es ihr mehr der Laufsport angetan. Sie wollte einen 5er Schnitt laufen und schaffte mit 3:30:44 h eine Punktlandung – auch wenn’s am Ende etwas mühsam wurde. Dieses „Leid“ teilte sie aber mit vielen anderen. 

Mit Sandra Wehowsky schaffte es sogar eine junge Marathondebutantin zur Siegerehrung auf die Bühne. Begleitet wurde die 20jährige 4:28:33 h lang von ihrer Mutter Sigrid. Zusammen mit ihren Vereinskolleginnen Angelika Alt (3:33:52 h) und Isabella Bernhard (3:35:41 h) landete sie ganz oben auf dem Mannschaftstreppchen. Da ihre Mutter exakt dieselbe Zeit hat, hat es Sandra wahrscheinlich ihrer Vorläuferrolle im Alphabet zu verdanken, daß sie am Ende mit in die Mannschaft rutschte und nicht ihre Mutter. Ein schöner Einstand für eine so junge Marathonläuferin. 

Aber nun auch noch zum Männerrennen. Vom start weg waren die Plätze 1 und 2 eigentlich schon vergeben. Der Kenianer Charles Torotich und Vitaly Yashchlik setzten sich von Anfang an von ihren Marathonmitstreitern ab. Liefen sie bei km 14 noch Seite an Seite und erreichten auch die Halbmarathonmarke in Bad Dürkheim noch gemeinsam, lief der Kenianer die zweite Hälfte fast identisch schnell wie die erste (1:13:28 h zu 1:13:49 h), was für diese Strecke schon sehr ungewöhnlich ist. Normal sind eher die Splits seines Konkurrenten, der „Halb2“ in 1:16:02 h zurücklegte. 

Platz 3 ging an den schnellsten Pfälzer im Feld und amtierenden Pfalz-Marathonmeister Hans-Jörg Dörr. Der Neuhofener im Trikot des TV Hatzenbühl wechselte sich mit Stefan Hinze in der Führung um den „Pfalzpreis“ ab, konnte ab km 37 nicht nur den Mitstreiter aus Rockenhausen sondern auch noch den lange auf dem dritten Rang laufenden Martin Schönberger hinter sich lassen. Nach 2:43:49 h war für ihn der Lauftag beendet. Er war zwar an gleicher Stelle schon zwei Minuten schneller, aber damals war der Mitpfälzer Willi Jung vom LC Schifferstadt schneller als er. „Bergauf habe ich gegen Stefan keine Chance, aber bergab kann ich es richtig laufen lassen“ erzählt der absolute Fan des Schwarzwaldmarathons in Bräunlingen. Dort wird er auch im Oktober seinen nächsten Marathon in Angriff nehmen. 

Hinze, amtierender Deutscher Senioren-Berglaufmeister und Sieger des Pfälzer Berglaufpokals 2010 und 2011, der wegen beruflicher Belastung in den letzten Monaten nur suboptimal trainieren konnte, aber den Weinstraßenmarathon dennoch unbedingt mitlaufen wollte, nannte die letzten 10 km eine Qual. So nahm ihm Dörr auch ab Kirchheim drei Minuten ab. Auf den letzten Kilometern zog auch noch der Franzose Bernard Buffet an ihm vorbei und sicherte sich mit Rang 5 den letzten Geldpreis. Hinze verzieht ob seiner 2:46:26 h ein bißchen die Nase, er wäre gerne deutlich kürzer unterwegs gewesen. 

Über seine zweite „Babyprämie“ freute sich Christian Dörr. Der Wahl-Friedelsheimer und gebürtige Deidesheimer war im Januar 2010 zum ersten Mal Vater geworden, zwei Monate nach der Geburt von Sohn Nicolas gewann er in Bockenheim die Prämie für den besten Landkreisläufer. Seit Januar 2012 vervollständigt Jonas die Dörrsche Familie und auch diesmal klappte es wieder mit der Prämie für den besten Läufer des Landkreises Bad Dürkheim. Und das, obwohl Christian, der nicht mit Hans-Jörg verwandt oder verschwägert ist, deutlich weniger trainieren konnte als vor zwei Jahren. Allerdings hat er noch mehr Qualität ins Training gebracht, was dem promovierten Sportwissenschaftler natürlich nicht schwer fallen sollte. 

Auch aus dem Landkreis ist Ludwig Mesel, der die M75 in 4:35:32 h gewinnen konnte. „Wenn ich die Zeit in zwei Jahren auch noch laufen könnte, wäre das toll“ lacht er. Dann wäre der Bad Dürkheimer Winzer in seinem 79. Lebensjahr. Mit dieser Zeit ließ er noch 125 LäuferInnen hinter sich. „Der Tilo Holstein macht wirklich gute  Weine“ freute er sich denn auch über sein dreiflaschiges Präsent für den Altersklassensieg. 

In der M60 konnte ein amtierender Weltrekordhalter die drei Flaschen für den Altersklassensieg mit nach Hause nehmen. Bernd Juckel aus Neukirchen-Hülchrath lief ziemlich genau vor Jahresfrist, am 30. April 2011 anlässlich der Dt. Meisterschaft über 100 km als erster M60er schneller als 8 Stunden über die 100 km-Distanz – 7:57:53 h stehen nun in der Weltrekordliste. Er nutzte einen Besuch bei der Schwiegermutter für den Weinstraßenmarathon und freute sich 3:16:17 h lang an der schönen Landschaft. 

Was für die einen die berüchtigte Wand von Asselheim (der Anstieg kurz vor Kilometer 40) ist für Peter Knoll aus Freinsheim ab sofort wohl der highway to hell. Der 46jährige Marathondebutant dürfte einer von Wenigen sein, die einen negativen Split schafften. Bis kurz hinter Grünstadt lief er sehr verhalten im 7er Schnitt zusammen mit seinem Lauftreffkollegen Klaus Clever, bevor er den Walkman mit AC/DC aktivierte und die letzten Kilometer auf einem Endorphinausstoß alleine ins Ziel rannte. Nach 4:53:38 h blieb die Uhr für ihn stehen, auf der zweiten Hälfte war er fast zwei Minuten schneller als auf der ersten. 

An der Weinstraße steht, wen wundert’s, alles im Zeichen der Traube: Traubenmedaille, traubenförmiger Schwamm, Wein als Startergeschenk, Wein bei der Siegerehrung, Rosinen im eigens für die Veranstaltung zusammengestellten Müsliriegel und in diesem Jahr erstmals auch Nudeln in Traubenform bei der Pastaparty – das Paket ist rundum stimmig. Einzig das Veranstaltungsshirt war in diesem Jahr hellblau und nicht etwa traubenfarben (oder zumindest rotweinfarben). 

Die Kinderläufe im Laufticker

Der Halbmarathon im Laufticker 

www.marathon-deutsche-weinstrasse.de

 

 


13. Bottwartal Marathon
Kossmann Laufdesign