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Wolfach: Moosenmättle Berglauf

[eingestellt am 27. April 2009]

Von: Nicole Benning

besonderer Service: freie Getränke bei Selbstbedienung schon vorm Start

die Narren auf dem gleichnamigen Brunnen warten auf die narrischen Bergläufer

Sieger Markus Jenne 500 m vorm Ziel alleine auf weiter Flur

Warmlaufen in Wolfachs Gassen

Martin Schedler wird 2.

Der 3. Andreas Klöble

Vereinskollegen unter sich: Holger Thoma vor Alois Dotter

Mit Startnummer 6 Sechster: Joachim Becht

Ronny Seifert gewinnt die M40

Meinhard Beha, 1. M55, 12. Gesamt

Heimatland La Reunion, Heimatverein LG Brandenkopf: 1. M50 Jeam-Pierre Renambatz

Norman Roth, 2. M30

Das Feld wird dichter

Der schnellste Junior: Raffael Schaffrik

Siegerin Britta Müller

Peter Lessing, 1. M65

Zweite Claudia Gertsch in einem “Läuferloch”

Monika Pletzer wird im Endspurt Dritte ….

… und verweist Autorin Nicole Benning auf Rang 4

Margarethe Grieshaber, 1. W40

Sabine Noll, 1. W50

Alfons Wasmer, 1. M60

Dem Ziel entgegen

Fernsicht auf den Zielbereich

Zieleinlauf

Heiner Killi, 1. M75 läßt noch über 60 Läufer hinter sich

Ingeborg Hund, 1. W55

Ingrid Bammert, 2. W40

So kann man sich das Warten auf die Siegerehrung auch verkürzen

Im Tal spuckt der Bus die Läufer wieder aus

Die Sanis hatte nichts zu tun

Über steile Schmugglerpfade aufs Moosenmättle

26. April 2009 - Mit dem Moosenmättle Berglauf in Wolfach, veranstaltet vom FC Kirnbach, startete dieses Jahr die Berglaufsaison im Schwarzwald. Gleichzeitig ging es um Wertungspunkte für den aus acht Läufen bestehenden Schwarzwald Berglauf Pokal. 

Frühlingshaft warme Temperaturen lockten mehr als 200 Läuferinnen und Läufer nach Wolfach. Damit lag die Teilnehmerzahl wieder auf „Normalmaß“, 2007 als in Wolfach die Deutschen Senioren Berglaufmeisterschaften ausgetragen wurden, war es mehr als die doppelte Teilnehmerschar. 

Wolfach liegt im mittleren Schwarzwald und ist neben seiner schwarzwaldidyllischen Landschaft vor allem als Heimat der Bollenhuttracht, für die Dorotheenhütte als letzte Glasmanufaktur des Schwarzwaldes und die in der Nähe liegenden Vogtsbauernhöfe bekannt. Wer also nach dem Lauf noch etwas Zeit übrig hatte, der konnte den Ausflug noch mit Besichtigungsprogrammen garnieren. 

Der Start für die 10,5 km lange Strecke war an der Grund- und Hauptschule in Wolfach. Von dort ging es zuerst durch die Innenstadt von Wolfach durch das historische Schloßtor. Dann folgt die Strecke fast komplett Waldwegen bis auf das 780m hoch gelegene Moosenmättle in Kirnbach. 520m Höhendifferenz galten dabei zu bewältigen, da es aber auch immer wieder Bergabpassagen zum Erholen und / oder Tempomachen gab, betrug die zu laufenden Gesamthöhendifferenz dann letztlich 610 Meter.

Der Moosenmättle Berglauf gilt aufgrund seiner für den mittleren Schwarzwald typischen Topographie und der damit einhergehenden abwechslungsreichen Streckenführung als bestens geeignet für alle Läufer. Das heißt nicht nur Bergziegen sondern auch Freizeit- und Flachläufer können sich hier mal an das Abenteuer Berglauf wagen. 

Glücklich konnte sich der schätzen, der beim Laufen noch Kraft und Zeit für die landschaftlich schöne Streckenführung und die Ausblicke auf die umliegenden Schwarzwaldtäler hatte. Der Lauf führt nämlich nicht nur auf das Moosenmättle – einst Schmugglergebiet zwischen dem katholischen Fürstenberg und protestantischem Württemberg - sondern verbindet auch noch zwei Täler, man verlässt das Kinzigtal und erreicht das Kirnbachtal. 

Der Starterliste waren einige bekannte Berglaufhasen zu entnehmen, man konnte also gespannt sein, wie das erste Rennen der Schwarzwälder Berglaufsaison verlaufen würde. 

Als Favoriten bei den Männern standen der dreifache deutsche Berglaufvizemeister Markus Jenne (USC Freiburg) und der Saarländer Martin Schedler vom Team Salomon an der Startlinie. Markus Jenne hat im Schwarzwald in den vergangenen Jahren alle Bergläufe gewinnen können, in der Schweiz einige Klassiker für sich entschieden und auch mehrfach das Trikot der Nationalmannschaft getragen und mit der Nationalmannschaft bei Welt- und Europameisterschaften zweimal Bronze erkämpft. Martin Schedler startet eigentlich für den SV schlau.com Saar 05 gehört aber auch dem Team Salomon an. Für 2009 hat er mit der Berglauf EM und der WM über die Langstrecke im Rahmen der Tour de Tirol Großes vor. 

Markus Jenne dominierte das Männerrennen und siegte ungefährdet mit mehr als einer Minute Vorsprung auf Martin Schedler (43:57 min) in einer Zeit von 42:48 min. Damit bliebt der Streckenrekord, aufgestellt 1991 (!) von Charly Doll in 40:38 min weiterhin unangetastet. Dritter wurde Andreas Klöble (Team Eimsbush-Running) mit bereits fast vier Minuten Rückstand in 46:30 min. 

Was für den Sieger als nächstes auf dem Programm steht weiß er noch nicht so genau; entweder der Kandel-Berglauf oder der Kreuzegg Classic in der Schweiz. Jenne mag den Kandel eigentlich nicht so gerne, da er schwierigere Streckenverläufe bevorzugt. 

Herausragend waren die Altersklassenleistungen des Meinrad Beha (M55 / FC Unterkirnach) und Peter Lessing (M65 / SC Önsbach). Beha wurde in einer Zeit von 50:37 min Gesamt 12. und Lessing 54:28 min 33. Beide konnten natürlich ihre Altersklasse für sich entscheiden. 

Bei den Frauen wird wohl kein Weg an Britta Müller vom Team Salomon und Claudia Gertsch (TS Schramberg) vorbei führen. Beide konnten im Schwarzwald und auch bei Berglaufklassikern schon viele Siege und gute Platzierungen bei Bergläufen einsammeln. 

Die beiden wurden ihre Favoritenrolle auch klar gerecht. Britta Müller konnte in einem Start-Ziel-Sieg in 54:00 min einmal mehr ihre Klasse beweisen. Auch wenn sie mit dieser Zeit über den Ergebnissen der Vergangenheit blieb war sie doch zufrieden mit ihrem Rennen. Ob sie an der Serienwertung des Schwarzwald Berglaufpokals teilnehmen wird, weiß sie noch nicht. Das möchte sie spontan entscheiden, ganz wie es in den sonstigen Terminkalender hinein passt. Claudia Gertsch erreichte nach 55:45 min als zweite Frau das Moosenmättle. 

Spannend wurde es bei den Frauen um Platz drei – Nicole Benning (EK Schwaikheim) lag bis 100 Meter vor dem Zielbogen klar auf Platz drei, als hinter ihr Monika Pletzer (TSV Frickenhausen) in einem wahnsinnigen Zielspurt auftauchte. Sie versuchte zwar noch zu kontern, konnte letztlich aber nicht mithalten und kam so vier Sekunden nach Pletzer (57:20 min) ins Ziel. 

Der LT Furtwangen I mit Holger Thoma, Alois Dotter und Ronny Seifert gewann die Mannschaftswertung bei den Männern, bei den Frauen siegte das Team der LG Brandenkopf mit Rosi Knäble, Claudia Falk und Brigitte Guggenbuehler. 

Wer es ins Ziel geschafft hat konnte entweder mit dem Bus den Rücktransport nach Wolfach antreten oder die ganze Strecke wieder hinunterlaufen. Damit hatte man wenigstens die Möglichkeit, die Strecke noch einmal zu genießen und sich davon zu überzeugen, dass die Anstiege teilweise wirklich so steil waren, wie man es beim Bergauflaufen empfunden hatte. 

Vollständige Ergebnisliste unter www.moosenmaettle-berglauf.de 

Hinweise zum Schwarzwaldberglaufpokal:

http://www.schwarzwald-berglauf-pokal.de.tf/

Fotos Gabi Gründling

 


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